Wahlkalkulationen ändern sich: Vorbereitungen für zwei separate Bündnisse in den Kulissen von Ankara
In politischen Kreisen heißt es, dass die YRP, die DEVA-Partei und die Saadet-Partei kurz vor dem Abschluss ihrer dreiseitigen Bündnisgespräche stehen und dass zudem neue Kontakte rund um die İYİ-Partei stattfinden.
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Nach dem Übergang zum Präsidialsystem rücken die Suche nach Bündnissen und die politischen Machtverhältnisse wieder in den Vordergrund. Die 50+1-Prozent-Hürde macht nicht nur große Parteien, sondern auch Parteien mit begrenztem Stimmenanteil zu kritischen Akteuren für die Wahlergebnisse.
In politischen Kulissen wird darüber gesprochen, dass die Yeniden Refah Partisi, die DEVA Partisi und die Saadet Partisi kurz vor dem Abschluss ihrer seit langem laufenden Vorbereitungen für ein Dreierbündnis stehen. Es wird erwartet, dass die Arbeiten bis Oktober abgeschlossen sein werden.
Dass Strukturen wie die DEVA- und die Gelecek-Partei, die bei den letzten Wahlen über die Listen der CHP ins Parlament eingezogen sind, nun neue Wege suchen, hat die Wahrscheinlichkeit für neue Kontakte zwischen Parteien mit ähnlicher Wählerbasis gestärkt. Während die Stimmenanteile kleinerer Parteien bei Präsidentschaftswahlen ausschlaggebend sein können, reichen sie bei Parlamentswahlen oft nicht aus, um eigenständig ins Parlament einzuziehen.
Laut einem Bericht der Ekonomi Gazetesi ist ein weiteres Thema, das in den Kulissen diskutiert wird, mögliche Kontakte, die sich um die İYİ-Partei formieren könnten. Ümit Özdağ, der die İYİ-Partei verließ, gründete die Zafer Partisi, während Yavuz Ağıralioğlu die Anahtar Parti ins Leben rief.
Es wird behauptet, dass die Zafer Partisi und die Anahtar Parti nach einer neuen Bündnisgrundlage mit der İYİ-Partei suchen könnten, um bei den nächsten Wahlen die Sperrklausel zu umgehen. Aus diesem Grund wird erwartet, dass die Formel eines „Dreierbündnisses“ in der kommenden Zeit in der Politik stärker in den Fokus rücken wird.