Aussage von Hüseyin Başaran im AHBAP-Ermittlungsverfahren bekannt geworden: Protokoll über 2,29 Milliarden Lira für 22 Immobilien
Der Geschäftsmann Hüseyin Başaran erläuterte in seiner polizeilichen Aussage die Übertragung von 22 Immobilien, die erhaltenen Zahlungen und die daraufhin eingereichten Beschwerden.
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Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen den AHBAP-Verein geführten Ermittlungen sind neue Details zur polizeilichen Aussage des inhaftierten Geschäftsmanns und Inhabers der Başaran Holding, Hüseyin Başaran, bekannt geworden. In seiner Aussage deckte Başaran zahlreiche Themen ab, vom Prozess des Kennenlernens mit Haluk Levent bis hin zu Immobilienverkäufen, Zahlungsströmen und Grundbucheinträgen.
Başaran gab an, dass er Haluk Levent vor etwa vier Jahren in Trabzon auf der Terrasse seines Hotels getroffen habe, als dieser für ein Konzert der Stadtverwaltung in der Stadt war; danach habe es lange Zeit keinen Kontakt gegeben. Der Geschäftsmann erklärte, er habe Levent im Februar 2026 in einem Fischrestaurant in Göktürk wiedergesehen, woraufhin Levent auf ihn zugekommen sei und sie sich später in seinem Büro getroffen hätten.
DIE DARSTELLUNG DER IMMOBILIEN IN DER AUSSAGE
Laut Başarans Aussage sprach Levent bei den Treffen über Hilfsarbeiten im Erdbebengebiet sowie über Projekte für Mädchenwohnheime, Schulen und Wohnraum für Erdbebenopfer. Başaran gab an, dass Levent Fonds aus den USA, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen zur Sprache gebracht und ihm einige Fotos und Videos gezeigt habe, weshalb er die Ausführungen ernst genommen habe.
Der Geschäftsmann berichtete in seiner Aussage auch von einem System, das als „Barter-Pool“ bezeichnet wurde. Laut Başaran sagte Levent, dass es 6 bis 9 Monate dauern könne, bis ausländische Fonds in der Türkei ankämen, und dass Immobilien in einem bestimmten Pool gesammelt werden müssten, um von diesen Mitteln zu profitieren. Başaran argumentierte, dass dieses System nichts mit ihm zu tun habe und ihm lediglich als ein von Levent beschriebenes Modell präsentiert worden sei.
Başaran erklärte, dass in der ersten Phase Immobilienverkäufe getätigt werden sollten, über diese Immobilien Mittel beschafft würden und die Zahlungen nach einigen Monaten erfolgen sollten. Başaran, der angab, normalerweise gegen Vorkasse zu verkaufen, schilderte, dass Levent später mit Yeliz Kaya, die er als seine Assistentin bezeichnete, im Verkaufsbüro erschienen sei.
Laut Başarans Aussage wurde mit dem am 3. Februar unterzeichneten Protokoll die Übertragung von 4 Immobilien im Wert von 602 Millionen Lira auf den Namen Yeliz Kaya gefordert. Başaran gab an, der Grund dafür sei gewesen, dass Kaya als die für die ausländischen Fonds zuständige Person genannt wurde.
Der Geschäftsmann erklärte zudem, dass die erste Zahlung noch vor Fälligkeit der Wechsel vom Konto von Yeliz Kaya vorzeitig geleistet wurde, was bei ihm Vertrauen erweckt habe. Başaran schilderte, dass Levent ihn häufig zu Hause besucht habe und gesagt habe, dass eine Schule in Hatay nach seiner verstorbenen Tochter benannt werden könne, was ihn beeindruckt habe.
Einer der auffälligsten Punkte in Başarans polizeilicher Aussage war die Verkaufssumme. Der Geschäftsmann gab an, dass zwischen Februar 2026 und Ende April insgesamt 22 Immobilien verkauft wurden und alle Immobilien auf Yeliz Kaya übertragen wurden. Başaran erklärte, dass der Gesamtkaufpreis 2 Milliarden 298 Millionen 985 Tausend 908 Lira betrug, wofür er jedoch in vier separaten Transaktionen insgesamt nur 151 Millionen 680 Tausend Lira erhalten konnte.
GRUNDBUCHEINTRÄGE UND ZAHLUNGSVORWÜRFE
Başaran behauptete zudem, dass die Verkehrswerte der Immobilien im Grundbuch zu niedrig angegeben wurden. Başaran, der sagte, dass der normale Wert der zu Trabzon Çimento gehörenden Fabrik für Haselnussverarbeitung 12 Millionen Dollar betrage und diese Immobilie ebenfalls auf Yeliz Kaya übertragen wurde, erklärte, dass nach den letzten Verkäufen die Verzögerungen bei den Zahlungen zunahmen und er deshalb misstrauisch wurde.
Başaran behauptete, dass Levent sie hinhielt, als die Zahlungsfristen näher rückten. In seiner Aussage gab Başaran an, dass er versucht habe, Levent zu erreichen, aber keine Antwort auf seine Anrufe erhalten habe; als sie Kontakt aufnahmen, habe Levent behauptet, er sei in den USA, befinde sich in Treffen mit Fondsverantwortlichen und werde in Kürze zurückkehren. Başaran behauptete zudem, dass Levent ihm nach hartnäckigen Anrufen mitgeteilt habe, er habe Magenkrebs.
Başaran behauptete weiter, dass er später die Grundbucheinträge habe prüfen lassen und festgestellt habe, dass die Immobilien von Yeliz Kaya innerhalb von 1-2 Tagen auf Esin Önder Çağlayan in Ankara oder auf die Unternehmen Kanat Savunma und Globus Savunma, deren Eigentümerin diese Person sei, übertragen wurden. Laut Başarans Behauptung wurden nach diesen Übertragungen Kreditanträge in hoher Höhe gestellt und Hypotheken auf die Immobilien eingetragen.
In seiner Aussage erklärte Başaran, dass er keine Spenden an den AHBAP-Verein geleistet habe, sondern während der Erdbebenzeit persönliche Hilfen über sein eigenes Unternehmen auf offiziellem Wege getätigt habe. Başaran gab an, dass er bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen der Transaktionen bezüglich der Immobilien erstattet und eine Zivilklage mit Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht habe: „Ich habe lediglich Immobilienverkäufe getätigt. Und ich habe mein Geld nicht erhalten; derjenige, der in dieser Angelegenheit geschädigt wurde, bin ich.“
Başaran wurde in seiner Aussage auch zu der Differenz zwischen dem für die Immobilien angegebenen Wert von 60 Millionen Dollar und dem in den Gutachten genannten Wert von 24 Millionen 800 Tausend Dollar befragt. Başaran verteidigte sich damit, dass die Gesamtsumme der Vereinbarung 2 Milliarden 298 Millionen 985 Tausend 908 Lira betrage und Bankgutachten immer niedrig ausfielen; alle Preise seien marktüblich gewesen.
Während das Ermittlungsverfahren andauert, sind Başarans Aussagen zu einem der wichtigsten Punkte der im Dossier enthaltenen Behauptungen und Verteidigungsargumente geworden. Die endgültige Bewertung der im Dossier genannten Personen und Institutionen wird durch die von den Justizbehörden geführten Ermittlungen und den gerichtlichen Prozess geklärt werden.