Bemerkenswerte Aussage im Fall Gülistan Doku: Neue Details ans Licht gekommen
In den Ermittlungen zum Verschwinden der Studentin Gülistan Doku in Tunceli haben die Aussagen ihres ehemaligen Freundes Zeinal Abarakov bei der Staatsanwaltschaft neue Details zutage gefördert.
12punto
Die erneuten Ermittlungen in dem seit dem Verschwinden von Gülistan Doku im Jahr 2020 ungelösten Fall haben mit der Aussage des in Gewahrsam genommenen Zeinal Abarakov bei der Staatsanwaltschaft eine neue Phase erreicht.
„ICH HABE ANGST“-NACHRICHT
In seiner den Ermittlungsakten hinzugefügten Aussage erklärte Abarakov, dass Doku sich einen Tag vor ihrem Verschwinden mit ihm getroffen habe, er jedoch erst später erfahren habe, dass sie die Nacht nicht in ihrem Wohnheim, sondern im Haus eines Lehrers verbracht habe. Auf die Frage bezüglich der Nachricht „Ich habe Angst“, die Doku ihm geschickt hatte, antwortete er: „Was ich aus der Nachricht ‚Ich habe Angst‘, die Gülistan mir schickte, verstanden habe, ist, dass sie draußen geblieben ist und es nicht rechtzeitig ins Wohnheim geschafft hat. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass Gülistan während sie die Nachricht schrieb, im Haus ihres Lehrers war.“
Andererseits ging Abarakov auch auf das Ende ihrer Beziehung ein und sagte: „Was ich unter dem Satz ‚Für uns ist die Zeit abgelaufen‘, den Gülistan zu mir sagte, verstand, ist, dass unsere Beziehung beendet war. Ich kenne den Grund nicht, warum Gülistan 15 Tage lang keinen Kontakt zu mir aufnahm und am 4. Januar Kontakt aufnehmen wollte.“
„ICH DACHTE, SIE KÖNNTE GEWALTSAM GEFANGENGEHALTEN WERDEN“
Abarakov erklärte zudem, er habe keine Informationen darüber, ob Doku etwas zugestoßen sei oder ob sie irgendeiner Drohung ausgesetzt gewesen sei: „Ich weiß nicht, ob Gülistan Doku Zeugin von etwas geworden ist oder ob sie Drohungen oder Erpressungen ausgesetzt war. Ich weiß auch nicht, ob Gülistan Doku jemanden bedroht hat. Da ich lange Zeit nichts von Gülistan Doku gehört habe, dachte ich, dass sie irgendwo gewaltsam festgehalten wird. Die Hilfe, die ich in meinen Nachrichten erwähnte, war ein Weg, Gülistan aus ihrer Situation zu retten. Mit dem Rettungsweg meinte ich, zu heiraten und ein gemeinsames Leben aufzubauen.“
VORWÜRFE ZU VERGEWALTIGUNG UND SCHWANGERSCHAFT
In einem weiteren wichtigen Teil der Akte wurde Abarakov zu den Vorwürfen einer Vergewaltigung und einer Schwangerschaft befragt. Abarakov äußerte sich dazu wie folgt: „Ich weiß nicht, ob Gülistan vergewaltigt wurde oder ob sie schwanger war. Sie hat mich diesbezüglich nicht um Hilfe gebeten, sie hat nicht einmal die geringste Andeutung dazu gemacht. Hätte sie das getan, hätte ich mich definitiv um Gülistan gekümmert und ihr geholfen. Wenn Gülistan etwas zugestoßen wäre oder ich davon gewusst hätte, hätte ich mich definitiv um Gülistan gekümmert und ihr geholfen.“
TELEFONAUFZEICHNUNGEN IN DER AKTE
Den Telefonaufzeichnungen in der Ermittlungsakte zufolge wurde festgestellt, dass Gülistan Doku einen Tag vor ihrem Verschwinden Zeinal Abarakov mehrfach angerufen und ihm Nachrichten geschickt hatte.
Während das Verschwinden weiterhin ein Rätsel bleibt, wird mit Spannung verfolgt, ob die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die neuen Dokumente den Verlauf des Falls verändern werden.