Betrugsermittlungen... Influencer-Paar verschwieg TikTok-Einnahmen beim Sozialhilfebezug
Trotz zehntausender Euro, die sie über TikTok verdienten, bezog ein Influencer-Paar weiterhin Sozialhilfe. Nun stehen sie in Deutschland im Zentrum umfangreicher Betrugsermittlungen.
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In Deutschland sorgt ein aufsehenerregender Fall um die Verschleierung von Einnahmen aus sozialen Medien für Schlagzeilen. Wie bekannt wurde, hat ein in Bremen lebendes Influencer-Paar, das auf der Plattform TikTok aktiv ist, rund 54.000 Euro aus digitalen Inhalten vor den Behörden verheimlicht und trotz dieser Einkünfte weiterhin Bürgergeld bezogen. Die Staatsanwaltschaft Bremen hat diesbezüglich ein umfangreiches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Den Informationen aus den Ermittlungen zufolge wurde festgestellt, dass das Paar durch auf TikTok geteilte Videos und Live-Übertragungen erhebliche Einnahmen erzielte, diese jedoch nicht ordnungsgemäß meldete. Unter normalen Umständen sind Empfänger von Sozialleistungen verpflichtet, sämtliche zusätzlichen Einkünfte aus Werbung, Sponsoring und digitalen Plattformen dem Staat gegenüber offenzulegen. Die Gesetzeslage schreibt vor, dass für den Bezug von Sozialleistungen alle Nebeneinkünfte über 100 Euro monatlich bei den Behörden gemeldet werden müssen und der übersteigende Betrag von der Unterstützung abgezogen wird.
Dennoch wurde festgestellt, dass das Influencer-Paar die erzielten Einnahmen nicht beim Jobcenter angab und so verhinderte, dass ihre Sozialleistungen gekürzt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass diese Praxis über einen längeren Zeitraum fortgesetzt wurde; der Fall kam erst durch einen Hinweis ans Licht.
GELD AUS SOZIALEN MEDIEN IST SCHWER NACHZUVERFOLGEN
Die deutschen Behörden weisen darauf hin, dass Gehälter, die auf Bankkonten eingehen, gemäß traditionellen Arbeitsprinzipien automatisch im System erfasst werden. Die Identifizierung digitaler Einkünfte, die direkt von Plattformen wie TikTok, YouTube und Instagram auf persönliche Konten überwiesen werden, gestalte sich jedoch als äußerst schwierig. Die Erfassung solcher Einkünfte ist meist nur durch Hinweise oder gezielte Ermittlungen möglich.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wird erwartet, dass von dem Influencer-Paar die gesamte unrechtmäßig bezogene Sozialhilfe inklusive Zinsen zurückgefordert wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass dem Paar aufgrund des Verstoßes gegen die Regeln für Sozialleistungen in Deutschland ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen drohen könnten.
Der Vorfall rückt die Bedeutung der Deklaration von Social-Media-Einnahmen und der Transparenz bei staatlichen Unterstützungsleistungen in Deutschland erneut in den Fokus, während gleichzeitig Forderungen nach verstärkten Kontrollen bei ähnlichen Fällen laut werden.