Das neue Justizjahr beginnt intensiv: Im September stehen kritische Prozesse an
Mit dem Ende der gerichtlichen Sommerpause beginnt in den Gerichten eine arbeitsreiche Zeit. Im September stehen unter anderem Verhandlungen in den Fällen İmamoğlu, CHP-Parteitag und Ayhan Bora Kaplan an.
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Mit Beginn des neuen Justizjahres öffnet sich die Tür zu einer intensiven Phase in der Justiz. Nach dem Ende der gerichtlichen Sommerpause werden im Laufe des Septembers in zahlreichen, von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgten Fällen kritische Verhandlungen stattfinden.
Zu den herausragenden Themen der neuen Periode gehören das Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), der Fall der kriminellen Vereinigung um Ayhan Bora Kaplan, das Strafverfahren zum CHP-Parteitag sowie verschiedene Verfahren vor den Schwurgerichten. Der Terminkalender der Gerichte wird sich insbesondere auf die Justizpaläste in Ankara und Istanbul konzentrieren.
WICHTIGE VERHANDLUNGEN IM SEPTEMBER
Nach einer kurzen Unterbrechung wird das Verfahren im Zusammenhang mit der İBB fortgesetzt. Es wird darauf hingewiesen, dass Ekrem İmamoğlu in der Verhandlung am 3. September einen Antrag auf Haftentlassung stellen wird. Am selben Tag wird vor dem 32. Schwurgericht Ankara die Verhandlung gegen die kriminelle Vereinigung um Ayhan Bora Kaplan fortgesetzt.
Ein weiterer wichtiger Punkt im September-Kalender wird das Strafverfahren zum CHP-Parteitag sein. Die Verhandlung findet am 16. September vor dem 26. Amtsgericht Ankara statt. Mehmet Akif Ersoy, der seit etwa 9 Monaten inhaftiert ist und dem eine Haftstrafe von bis zu 266 Jahren droht, wird voraussichtlich am 10. September vor dem 19. Schwurgericht Istanbul erscheinen.
Auch am Monatsende findet eine bemerkenswerte Verhandlung statt. Die Verhandlung in dem Fall, in dem Ekrem İmamoğlu, Merdan Yanardağ und Necati Özkan wegen „politischer Spionage“ angeklagt sind, wird am 29. September vor dem 25. Schwurgericht Istanbul stattfinden.
Dem Bericht von Gamze Erdoğan aus der Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge wird in Bakırköy das Verfahren zur Ermordung des 17-jährigen Atlas Çağlayan am 8. September vor dem 2. Schwurgericht Bakırköy fortgesetzt. Es wurde berichtet, dass Çağlayan bei einem Vorfall, der als Streit wegen eines „bösen Blicks“ beschrieben wurde, von einem Gleichaltrigen getötet wurde.
Mit dem Ende der gerichtlichen Sommerpause am Justizpalast Ankara wird insbesondere bei den Schwurgerichten mit einer Zunahme der Aktivitäten gerechnet. Es heißt, dass einige Operationen, die nach den Veränderungen im Justizpalast begonnen haben, fortgesetzt werden und die Ermittlungen gegen Alihan Kuriş und seine Begleiter vertieft werden sollen.
In den Ermittlungsverfahren, in denen auch Bürgermeister inhaftiert wurden, die nach den Operationen gegen die Stadtverwaltungen Çankaya und Etimesgut festgenommen worden waren, sollen die Finanzprüfungen andauern.
Im neuen Justizjahr wird auch eine neue Anwendung in den Justizdiensten eingeführt. In den Justizpalästen von Ankara, Kayseri und Istanbul werden über die „Alo 135 Justiz-Hotline“ Anfragen und Beschwerden von Bürgern entgegengenommen.
Ziel ist es, die bei der Hotline eingehenden Meldungen und Anträge an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, die Arbeitsbelastung des Justizpersonals zu verringern und insbesondere bei langwierigen Verfahren wie Scheidungs-, Kataster- und Arbeitsrechtsprozessen die Abläufe zu beschleunigen.