Detail zur Gökçek-Ära in den von der Staatsanwaltschaft angeforderten Ausschreibungsunterlagen bei der ABB-Untersuchung: Kritische Firma steht Gökçek nahe

In den von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara für 36 Unternehmen angeforderten Ausschreibungslisten wurde mitgeteilt, dass 57 der von der ASKİ erhaltenen Ausschreibungen aus der Ära von Melih Gökçek stammen.

12punto

Im Rahmen der Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Ankara gegen 36 Unternehmen bezüglich der von der Stadtverwaltung Ankara (ABB) und ihren Tochtergesellschaften ausgeschriebenen Aufträge sind neue Details bekannt geworden.

Wie der Autor der Zeitung Nefes, Aytunç Erkin, berichtet, wurde die ABB in einem Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert, eine Liste aller Ausschreibungen zu erstellen, an denen die betreffenden 36 Unternehmen teilgenommen oder die sie gewonnen haben. Es wurde verlangt, dass die Liste persönlich bei der Abteilung für Finanzkriminalität der Polizeidirektion Ankara eingereicht wird.

Während darauf hingewiesen wurde, dass die Ermittlungen im Rahmen von „organisierter Kriminalität“ geführt werden, lenkte Erkin in seinem Artikel die Aufmerksamkeit auf die Dimension des Prozesses, die bis in die Ära von Melih Gökçek zurückreicht. Laut Erkin leitete die Generalstaatsanwaltschaft Ankara in der Nacht zum 29. August 2026 von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen ABB-Bürgermeister İbrahim Melih Gökçek ein, nachdem Vorwürfe über die Überweisung von nicht registrierten Geldern an Unternehmen im Ausland erhoben worden waren.

Zwei Tage nach dieser Entwicklung, am 31. August 2026, soll das Büro für Ermittlungen zu organisierter Kriminalität ein Schreiben an die ABB gesandt und die Ausschreibungshistorie der 36 Unternehmen angefordert haben. In dem Artikel wird zudem erwähnt, dass die Forderung an dem Tag bekannt wurde, an dem Gökçek als „Beschuldigter“ aussagte.

Den von Erkin geteilten Informationen zufolge werden einige der in den Akten genannten Firmen als Unternehmen eingestuft, die Gökçek nahestehen. Bei den von der ASKİ erhaltenen Aufträgen wurde mitgeteilt, dass 57 Ausschreibungen in die Ära Gökçek fielen, während lediglich eine Ausschreibung aus der Amtszeit von Mansur Yavaş stammte.

Es wird darauf hingewiesen, dass nach der Prüfung der von der Staatsanwaltschaft angeforderten Dokumente weitere Schritte im Verlauf der Ermittlungen unternommen werden könnten. Es wird jedoch betont, dass die Anforderung der Unterlagen für sich genommen noch keinen rechtskräftigen Tatvorwurf gegen die Unternehmen oder Personen darstellt und der Prozess von den zu gewinnenden Beweisen abhängen wird.