Eingriff in Gedenkveranstaltung für Frauen an der SBÜ! Nicht die Gewalt, sondern das Gedenken wurde verboten

Eine Sensibilisierungsveranstaltung auf dem Hamidiye-Campus der Universität für Gesundheitswissenschaften (SBÜ), die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen sollte, wurde von der Universitätsleitung und dem privaten Sicherheitsdienst unterbunden. Studierende reagierten empört auf das Entfernen von Schildern mit den Namen ermordeter Frauen und erklärten: „Sie versuchen nicht die Gewalt gegen Frauen zum Schweigen zu bringen, sondern diejenigen, die versuchen, diese sichtbar zu machen.“

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Eine Sensibilisierungsveranstaltung auf dem Hamidiye-Campus der Universität für Gesundheitswissenschaften (SBÜ), die auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen sollte, wurde von der Universitätsleitung und dem privaten Sicherheitsdienst (ÖGB) unterbunden. Bei dem Vorfall, der bei den Studierenden auf heftige Kritik stieß, wurde versucht, Schilder mit den Namen und Fotos ermordeter Frauen gewaltsam zu entfernen.

Studierende, die sich für Abschlussfotos auf dem Campusgelände aufhielten, bemerkten die Aktion und wollten ihre Unterstützung zeigen. Doch kurz darauf griffen die Universitätsleitung und Sicherheitskräfte hart gegen die Veranstaltung ein. Berichten zufolge versuchten die privaten Sicherheitskräfte, die von den Studierenden vorbereiteten Plakate zu zerreißen und entfernten die Beteiligten unter Anwendung von Zwang vom Gelände.

KRITIK ALS „SCHATTEN-UNIVERSITÄT DER REGIERUNG“

Die Studierenden betonten, dass sie seit dem 19. März aufgrund verschiedener friedlicher Proteste an der Universität Druck durch das akademische Personal und die Verwaltung ausgesetzt seien. Bei dem jüngsten Eingriff habe es sich lediglich um eine Sensibilisierungsveranstaltung gegen Gewalt an Frauen gehandelt.

In einer Erklärung der Studierenden hieß es: „Wir sehen uns einer Universitätsleitung gegenüber, die wie der Schatten einer Regierung agiert, die seit zwei Monaten Angst vor dem Kampf der Studierenden, dem Gedenken an den Gezi-Widerstand und der Stimme der Frauen hat.“