Entscheidung des Kassationshofs zu „Hochzeitsschmuck“! Gehört er der Braut oder dem Bräutigam?
Der Kassationshof hat die Debatte darüber, wem der Hochzeitsschmuck bei einer Scheidung zusteht – ein Thema, das häufig zu Krisen zwischen Ehepartnern führt –, endgültig geklärt.
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In Bezug auf die Streitigkeiten zwischen Eheleuten über den „Hochzeitsschmuck“ hat der Kassationshof (Yargıtay) seine Rechtsprechung geändert.
Demnach gehört der Schmuck, der dem Bräutigam geschenkt wurde, dem Bräutigam, und der Schmuck, der der Braut geschenkt wurde, der Braut.
Die Rechtsanwältin Selin Kırhan erläuterte die Details gegenüber CNN TÜRK wie folgt: "Der bei der Hochzeit geschenkte Schmuck gehört nicht mehr automatisch nur der Frau. Wie Sie wissen, gab es bisher eine strikte Entscheidung, dass er 'der Frau gehört'. Nun hat der Kassationshof seine Rechtsprechung geändert. Der Kassationshof besagt nun: Der Braut geschenkter Schmuck gehört der Braut, dem Bräutigam geschenkter Schmuck gehört dem Bräutigam. Es gibt ein einziges Kriterium: das der Zweckbestimmung. Was bedeutet das? Schmuck, der typischerweise für Frauen bestimmt ist, wie Armbänder, Ohrringe oder Halsketten, gehört der Frau. Wenn darüber hinaus dem Bräutigam Geld, Gold usw. geschenkt wurde, gehört dies dem Bräutigam."
VIDEOS UND FOTOS WERDEN ANALYSIERT
Rechtsanwältin Selin Kırhan erklärte zudem, wie bestimmt wird, wem der Schmuck geschenkt wurde: "Insbesondere werden Hochzeitsvideos und Hochzeitsfotos ausgewertet. Daraus wird eine Liste erstellt. Ein sachverständiger Juwelier erstellt gemeinsam mit einem Gutachter einen Bericht. Basierend auf diesem Bericht wird unterschieden, wem was geschenkt wurde."