Entscheidung im Streit zwischen Richterin und Polizeikommissar: Kommissar suspendiert
Ein im Straßenverkehr begonnener Konflikt zwischen einer Richterin und einem Polizeikommissar in Elazığ hat zur Suspendierung des Kommissars geführt.
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Ein Verkehrsstreit, der sich am vergangenen Mittwoch im Stadtzentrum von Elazığ ereignete, entwickelte sich zu einem bemerkenswerten verwaltungsrechtlichen Untersuchungsverfahren. Dem Vernehmen nach schritt ein im Dienst befindlicher Polizeikommissar ein, als das Fahrzeug einer am Gericht tätigen Richterin im Verkehr nur langsam vorankam. Der Kommissar forderte die Fahrerin über ein Megafon auf, weiterzufahren, und verwarnte sie ein zweites Mal mit dem Vorwurf, sie habe während der Fahrt geraucht. Nachdem die Fahrerin ihre Zigarette auf die Straße geworfen hatte, verwarnte der Kommissar sie erneut, diesmal wegen Umweltverschmutzung.
In diesem Moment soll die Richterin mit dem Hinweis "Ich bin Richterin" reagiert haben. Der Kommissar forderte daraufhin die Vorlage ihres Ausweises. Die Richterin gab an, ihren Ausweis nicht bei sich zu haben, und ließ ihre Identität telefonisch durch einen Staatsanwalt bestätigen. Nach diesem Gespräch soll es zu einem kurzen verbalen Schlagabtausch gekommen sein.
Zwei Tage nach dem Vorfall reichte die Richterin Beschwerde gegen den Kommissar ein. Die Akte wurde an das Gouverneursamt von Elazığ weitergeleitet, welches daraufhin ein Disziplinarverfahren einleitete. Als Ergebnis der Untersuchung wurde die Suspendierung des Kommissars vom Dienst angeordnet.
Vedat Kılıçel, Vorsitzender des Vereins zur Unterstützung und Solidarität für Polizeibeamte (Kolluk Kuvvetleri Personeli Yardımlaşma ve Dayanışma Derneği), erklärte dazu, dass der Kommissar lediglich im Rahmen seiner Dienstpflichten und innerhalb des gesetzlichen Rahmens gehandelt habe. Er betonte, dass die am Ende des Prozesses getroffene Entscheidung für Diskussionen sorge.