Enver-Altaylı-Vorwurf in die Ermittlungen zum Fall Muhsin Yazıcıoğlu aufgenommen
Mustafa Selami Ekici, der Anwalt der Familie Yazıcıoğlu, erklärte, dass die Verbindung zu Enver Altaylı in der Akte zum Hubschrauberabsturz untersucht werden müsse.
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Im Rahmen der Ermittlungen zum Hubschrauberabsturz, bei dem der BBP-Gründungsvorsitzende Muhsin Yazıcıoğlu 2009 ums Leben kam, sind neue Vorwürfe laut geworden. Bei der jüngsten Operation im Zuge der Ermittlungen wurden 27 Verdächtige festgenommen, von denen 19 inhaftiert wurden.
Es wurde bekannt, dass der Name des wegen FETÖ verurteilten Enver Altaylı erstmals in offiziellen Ermittlungsunterlagen der Akte auftaucht. Mustafa Selami Ekici, der Anwalt der Familie Yazıcıoğlu, plädierte dafür, eine mögliche Verbindung Altaylıs zu dem Absturz zu untersuchen.
STAATSANWALTSCHAFT FRAGT NACH ALTAYLI
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara geführten Ermittlungen wurde die Aussage des ehemaligen Stabschefs des Luftwaffenkommandos, Ali Armağan, eingeholt, der am Tag des Absturzes mit einem F-4-Kampfjet in der Region geflogen sein soll.
Armağan wurde gefragt, ob er Mustafa Özcan, Osman Hilmi Özdil, Adil Öksüz, Harun Biniş, Kemal Batmaz und Enver Altaylı – die als hochrangige Namen innerhalb der FETÖ gelten – kenne und ob er Treffen oder Telefongespräche mit diesen Personen geführt habe. Es wurde berichtet, dass Armağan angab, die genannten Personen nicht zu kennen und im fraglichen Zeitraum keine Treffen mit ihnen abgehalten zu haben.
Anwalt Ekici verwies auf die seit Jahren geäußerten Vorwürfe einer FETÖ-Verbindung und behauptete, Altaylı habe von dem Absturz bereits vor den offiziellen Stellen und der Öffentlichkeit gewusst.
Gegenüber Yeni Şafak behauptete Ekici, dass BBP-Funktionäre gegen 15.15 Uhr von Enver Altaylı über den Absturz informiert worden seien. Ekici erinnerte daran, dass der Journalist İsmail Güneş, der sich im Hubschrauber befand, den Notruf 112 um 15.26 Uhr anrief, um den Absturz zu melden, und betonte, dass die Zeitdifferenz untersucht werden müsse.
VORWÜRFE ZUM SUCH- UND RETTUNGSPROZESS
Ekici erklärte, dass auch der pensionierte Oberstleutnant Ercüment Güler, der an den Such- und Rettungsarbeiten nach dem Absturz beteiligt war, detailliert untersucht werden müsse. Ekici äußerte den Vorwurf, dass Güler die Teams in das falsche Gebiet geleitet habe, und argumentierte, dass die Suche in einem anderen Gebiet konzentriert wurde, obwohl der Absturzort bereits früh als eng begrenztes Areal identifiziert worden war.
Zudem forderte Ekici eine Untersuchung darüber, ob eine Verbindung zwischen Güler und Enver Altaylı bestehe.
Anwalt Ekici äußerte auch Vorwürfe bezüglich einer Aufnahme, die angeblich nach dem Absturz entstanden sein soll. Er erklärte, den ihnen vorliegenden Informationen zufolge seien einige schwarz gekleidete Personen am Unfallort gewesen, und forderte eine Untersuchung der Behauptung, dass Yazıcıoğlu auf den fraglichen Bildern in sitzender Position zu sehen sei.
Es wurde mitgeteilt, dass die Ermittlungsakte weitere Erkenntnisse zu Ali Armağan enthalte. Demnach wurde festgestellt, dass Armağan sich fünf Tage vor dem Vorfall in Malatya aufhielt, in den Folgejahren operative Leitungen für organisatorische Aktivitäten nutzte und 152 Mal mit Adil Öksüz kommunizierte, der als geheimer Imam der FETÖ für die Luftwaffe gilt. In der Akte findet sich zudem die Information, dass in einem Buch, das im Haus von Öksüz beschlagnahmt wurde, der Fingerabdruck von Armağans Ehefrau, Şerife Armağan, gefunden wurde.