Eren Üner erneut zur Aussage vorgeladen. Sein Anwalt erklärt: Wir wollen vor dem Staatsanwalt aussagen
Der Student der Universität Istanbul, Eren Üner, wurde erneut zur Aussage vorgeladen, nachdem er zuvor behauptet hatte, schlecht behandelt worden zu sein. Üners Anwalt erklärte, dass sein Mandant nicht in Gewahrsam sei und sie vor dem Staatsanwalt aussagen wollten.
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Eren Üner, Student der Geschichtswissenschaften an der Universität Istanbul, hatte angegeben, während seines Gewahrsams von der Polizei schlecht behandelt worden zu sein; sein Beitrag in den sozialen Medien wurde millionenfach aufgerufen.
Nach dieser Erklärung wies die Generaldirektion für Sicherheit die Vorwürfe Üners zurück und kündigte an, Strafanzeige wegen des Vorwurfs der "rechtswidrigen Erlangung und Verbreitung personenbezogener Daten" zu erstatten.
ANWALT: "WIR WOLLEN DIREKT VOR DEM STAATSANWALT AUSSAGEN"
Nach der Ankündigung der Strafanzeige durch die Polizei gab es eine neue Entwicklung.
Üners Anwalt erklärte gegenüber Ufuk Sepetçi von der Zeitung Cumhuriyet, dass sein Mandant derzeit nicht in Gewahrsam sei und sie eine Aussage bei der Abteilung für Cyberkriminalität der Istanbuler Polizeidirektion ablehnten, da er dort zuvor schlecht behandelt worden sei.
Der Anwalt sagte: "Mein Mandant ist nicht in Gewahrsam. Die Abteilung für Cyberkriminalität möchte ihn jedoch zur Aussage vorladen. Da er in derselben Dienststelle bereits Folter erfahren hat, möchten wir nicht, dass er dort aussagt. Aus diesem Grund wollen wir direkt vor dem Staatsanwalt aussagen. Unsere Bemühungen in diese Richtung dauern an."
Auch Universitätsstudenten kamen zusammen, um Üner zu unterstützen. Die vor dem Haupttor der Universität Istanbul versammelten Studierenden skandierten "Eren Üner ist nicht allein", erklärten, dass Üner ins Visier genommen wurde, weil er seine Stimme gegen Menschenrechtsverletzungen erhoben habe, und riefen zur Solidarität auf.