Ermittlungen gegen Dokumentation „Şeytantepe“ über den Fall Narin Güran eingeleitet
Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır hat eine Untersuchung zu einer Dokumentation eingeleitet, die sich mit den Ermittlungen und dem Gerichtsverfahren im Fall Narin Güran befasst.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Dokumentation mit dem Titel „Şeytantepe“ eingeleitet, die die Ermittlungs- und Gerichtsverfahren zum Tod der achtjährigen Narin Güran thematisiert.
Wie verlautete, wurde die Untersuchung auf Antrag des Provinzgendarmeriekommandos Diyarbakır und des Gendarmerie-Ermittlungsteams (JASAT) eingeleitet. In dem Antrag wurde behauptet, die Dokumentation ziele darauf ab, die Ermittlungs- und Strafverfolgungsprozesse im Fall Narin Güran zu diskreditieren; zudem richte sie sich gegen die gerichtliche Entscheidung, das an den Ermittlungen beteiligte Gendarmeriepersonal sowie die Justizbehörden.
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen sollen die Personen untersucht werden, die an den Dreh-, Produktions- und Finanzierungsprozessen der Dokumentation beteiligt waren; zudem sollen die Geldflüsse zwischen diesen Personen geprüft werden.
Narin Güran war am 21. August 2024 im ländlichen Ortsteil Tavşantepe im zentralen Bezirk Bağlar in Diyarbakır verschwunden; ihr lebloser Körper wurde am 8. September 2024 im Bach Eğertutmaz gefunden.
Im Prozess um die Ermordung von Narin Güran wurden die Mutter Yüksel Güran, der Bruder Enes Güran und der Onkel Salim Güran wegen „gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind“ jeweils zu lebenslanger Haft mit erschwerten Bedingungen verurteilt. Nevzat Bahtiyar war in erster Instanz wegen „Vernichtung, Verbergung oder Veränderung von Beweismitteln“ zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden.
Nachdem die 1. Strafkammer des Kassationsgerichtshofs (Yargıtay) das gegen Bahtiyar verhängte Urteil von 4 Jahren und 6 Monaten mit der Begründung aufgehoben hatte, dass die Tat als „Beihilfe zu vorsätzlichem Mord in einem qualifizierten Fall“ zu werten sei, wurde Bahtiyar im Rahmen der Neuverhandlung zu 17 Jahren Haft verurteilt.