Ermittlungen gegen das Magazin Leman wegen Beleidigung religiöser Werte eingeleitet

Aufgrund einer im Magazin Leman veröffentlichten Karikatur gab Justizminister Yılmaz Tunç bekannt, dass eine Untersuchung gegen das Magazin eingeleitet wurde. Die Ermittlungen werden wegen des Vorwurfs der 'öffentlichen Herabwürdigung religiöser Werte' geführt.

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In der Ausgabe vom 26. Juni veröffentlichte das Magazin LeMan eine Karikatur, die zu Interpretationen führte, wonach der Prophet Mohammed über einer bombardierten Stadt dargestellt werde.

Dies löste in den sozialen Medien ein breites Echo und heftige Reaktionen aus.

Justizminister Yılmaz Tunç erklärte in einer Stellungnahme über soziale Medien, dass die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul gemäß Artikel 216 des türkischen Strafgesetzbuches ein gerichtliches Ermittlungsverfahren gegen das Magazin eingeleitet habe.

Der Zugang zu den Social-Media-Konten des Magazins Leman wurde gesperrt. Für die betreffende Ausgabe des Magazins wurde eine Einziehungsanordnung erlassen.

Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul von Amts wegen eingeleiteten Ermittlungen wurden Haftbefehle gegen 4 Personen erlassen, darunter der Zeichner, zwei Chefredakteure und der verantwortliche Redaktionsleiter.

Minister Tunç betonte, dass "Respektlosigkeit gegenüber unseren Glaubensüberzeugungen niemals akzeptabel ist" und unterstrich, dass solche Handlungen dem gesellschaftlichen Frieden schaden.

In Tunçs Erklärung hieß es: "Keine Freiheit gewährt das Recht, die Heiligtümer eines Glaubens auf hässliche Weise zum Gegenstand von Humor zu machen." Zudem erklärte er, dass die notwendigen rechtlichen Schritte gegen solche Provokationsversuche zügig eingeleitet würden.