Ermittlungsverfahren gegen Davutoğlu eingeleitet: Termin für die Aussage steht fest
Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat ein Ermittlungsverfahren gegen Ahmet Davutoğlu wegen des Vorwurfs der „Beleidigung des Präsidenten“ eingeleitet.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat gegen Ahmet Davutoğlu, den Vorsitzenden der aufgelösten Gelecek-Partei, ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der „Beleidigung des Präsidenten“ eingeleitet.
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft wurde mitgeteilt, dass von Amts wegen eine Untersuchung eingeleitet wurde, nachdem Beiträge in sozialen Medien kursierten, die als beleidigend gegenüber dem Präsidenten eingestuft wurden.
Als Ergebnis der durchgeführten Untersuchung wurde gegen den Vorsitzenden der aufgelösten Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, ein Ermittlungsverfahren im Rahmen des Straftatbestands der 'Beleidigung des Präsidenten' gemäß Artikel 299/1 des türkischen Strafgesetzbuches eingeleitet. Die Ermittlungen werden im Rahmen der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen sorgfältig fortgeführt.
Es wurde bekannt, dass Davutoğlu am Montag, dem 7. September, im Justizpalast von Ankara als „Beschuldigter“ aussagen wird.
In der Rede, die Gegenstand der Ermittlungen sein soll, habe Davutoğlu folgende Äußerungen getätigt:
Sie haben ihre Milliarden um weitere Milliarden vermehrt, von unrechtmäßigem Gewinn gegessen und ihr Umfeld bereichert. Er hat seinen Schwiegersohn zum Minister gemacht, seine Verwandten bereichert und die Türkei an 5 Bauunternehmer verschachert.
Die Gelecek-Partei hatte auf dem außerordentlichen Parteitag am 22. August beschlossen, ihre politischen Aktivitäten einzustellen und die Partei aufzulösen. Davutoğlu hatte bereits am 29. Juli angekündigt, dass sie beschlossen hätten, die politischen Aktivitäten der von ihm gegründeten Partei zu beenden.