Ermittlungsverfahren gegen ehemaligen Borsa-İstanbul-Chef Turhan eingeleitet
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat aufgrund von Social-Media-Beiträgen ein von Amts wegen eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Borsa-İstanbul-Chef Turhan gestartet.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul gab bekannt, dass ein von Amts wegen eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen İbrahim Mustafa Turhan, den ehemaligen Abgeordneten der AK-Partei, ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralbank sowie ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor der Borsa İstanbul, eröffnet wurde.
In der Erklärung der Staatsanwaltschaft heißt es, dass bei der Untersuchung von Beiträgen, die auf einigen Social-Media-Plattformen veröffentlicht wurden und in die Öffentlichkeit gelangten, festgestellt wurde, dass diese Inhalte enthalten, die bei Anlegern „Angst und Panik“ in Bezug auf Kapitalmarktinstrumente auslösen könnten.
Aufgrund von Feststellungen, wonach auf einigen Social-Media-Plattformen veröffentlichte und in die Öffentlichkeit gelangte Beiträge direkt oder indirekt dazu geeignet sind, bei Anlegern Angst und Panik in Bezug auf Kapitalmarktinstrumente zu schüren, hat unsere Generalstaatsanwaltschaft ein von Amts wegen eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen İbrahim Mustafa Turhan, den Nutzer des Kontos ‚@ibrahimmturhan2‘, eingeleitet.
Es wurde mitgeteilt, dass die Ermittlungen nach den Bewertungen eingeleitet wurden, die Turhan über sein Social-Media-Konto geteilt hatte. Turhan hatte in seinem Beitrag zum Wertverlust von über 6 Prozent an der Borsa İstanbul erklärt, dass er kein „grundlegendes und strukturelles Risiko“ am Kapitalmarkt sehe.
In seinem Beitrag argumentierte Turhan, dass die türkische Wirtschaft stark sei, kein Risiko bestehe, das alle börsennotierten Unternehmen betreffe, und dass insbesondere Unternehmen ohne Probleme bei der Rentabilität und dem freien Cashflow in einer guten Verfassung seien.
Turhan, der in seinem Beitrag die Formulierung „Man muss ruhig bleiben“ verwendete, erklärte, dass Anleger, die panisch handelten, sich selbst den größten Schaden zufügen könnten, was gleichzeitig zu einer Marktverzerrung führen und das Problem größer erscheinen lassen könne, als es tatsächlich sei.
Darüber hinaus verwies Turhan auf die Kapitalbewegungen in den Schwellenländern nach der Asienkrise 1997 und der Russlandkrise 1998 und schrieb, dass die aktuellen Entwicklungen an der Börse ebenfalls in diesem Rahmen bewertet werden könnten.