Erpressungsvorwurf in die Ermittlungsakte zum ungeklärten Tod von Dr. Özlem Gültekin aufgenommen
In den Ermittlungen zum Tod der Fachärztin Dr. Özlem Gültekin, deren lebloser Körper in ihrer Klinik in Izmir gefunden wurde, sind Vorwürfe über geheime Aufnahmen und eine Forderung von 10.000 US-Dollar aufgetaucht.
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In den Ermittlungen zum Tod der 48-jährigen Fachärztin Dr. Özlem Gültekin, die am 14. August leblos in ihrer Klinik in Izmir aufgefunden wurde, ist ein neuer Vorwurf bekannt geworden. In die von der Staatsanwaltschaft als ungeklärter Todesfall geführte Akte wurden Aussagen aufgenommen, die der Moderator Erhan Çelik, der sich im Scheidungsprozess mit Gültekin befand, bei den Justizbehörden eingereicht hat.
In der Strafanzeige, die Çelik bei der Generalstaatsanwaltschaft Izmir erstattete, wurde behauptet, dass Gültekin von bestimmten betäubungsmittelhaltigen Medikamenten abhängig gewesen sei, die in der Anästhesie verwendet werden. Wie NTV berichtet, wurden auch rechtliche Schritte gegen Personen eingeleitet, die an der Beschaffung und dem Konsum dieser Substanzen beteiligt gewesen sein sollen.
Ein weiterer Vorwurf, der in die Akte aufgenommen wurde, betrifft einen Erpressungsversuch. Es wird behauptet, dass Y.S., eine in der Wohnung von Gültekin beschäftigte Person turkmenischer Staatsangehörigkeit, geheime Aufnahmen gemacht habe, die Gültekin beim Konsum der Substanzen zeigen sollen, und versucht habe, diese Aufnahmen für 10.000 US-Dollar an Erhan Çelik zu verkaufen.
Nachdem der Vorfall der Polizeidirektion Izmir gemeldet worden war, wurde bei einer Operation Y.S. auf frischer Tat ertappt, als sie versuchte, die Aufnahmen zu übergeben. Es wurde mitgeteilt, dass Y.S. nach der polizeilichen Vernehmung dem Gericht vorgeführt und inhaftiert wurde, jedoch in einer späteren Anhörung unter Auflagen, einschließlich einer gerichtlichen Aufsicht und eines Ausreiseverbots, wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Zunächst wurde der Tod von Gültekin als plötzlicher Herzinfarkt eingestuft. Da jedoch bei Untersuchungen in ihrer Wohnung und Klinik verschreibungspflichtige Medikamente mit betäubungsmittelhaltigen Wirkstoffen gefunden wurden, wird der Fall nun als ungeklärter Todesfall behandelt. Zur Bestimmung der genauen Todesursache wird der Autopsiebericht des Instituts für Rechtsmedizin in Izmir erwartet.