Fatih Portakals Aussage im Ahbap-Ermittlungsverfahren bekannt geworden
Fatih Portakal, der etwa 1,5 Stunden lang im Justizpalast Çağlayan aussagte, sagte über Ahbap: „Wir hätten kritischer hinterfragen können“.
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Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen gegen die „Ahbap-kriminelle Vereinigung“ wurde der Journalist Fatih Portakal als Zeuge vernommen. Portakal, der zum Istanbuler Justizpalast in Çağlayan kam, verließ das Gebäude nach etwa 1,5 Stunden dauernden Verfahren bei der Staatsanwaltschaft.
In einer Erklärung nach seinem Verlassen des Gebäudes äußerte sich Portakal zu seinem früheren Kontakt mit dem Ahbap-Verein und den im Rahmen der Ermittlungen aufgekommenen Vorwürfen. Portakal erklärte, dass der Verein unter den Bedingungen des Jahres 2023 vertrauenswürdig erschienen sei, und bezeichnete das heute zutage getretene Bild als traurig.
„Ich habe gesagt, dass ich es bereue“, so Portakal, der hinzufügte: „Wir hätten kritischer hinterfragen können, aber ich ärgere mich über mich selbst, weil diese Leute unsere guten Absichten ausgenutzt haben.“ Der Journalist teilte zudem mit, dass er nur wenige Male mit dem Verein gesprochen und sich zu jener Zeit mit ihnen ausgetauscht habe.
Im Rahmen der Ermittlungen war zuvor angekündigt worden, dass auch Ece Üner, Fatih Portakal, Feyza Altun, Gökhan Özoğuz und Öykü Serter vernommen werden sollen.
In der unter Koordination der Generalstaatsanwaltschaft durch die Abteilung für Finanzkriminalität der Istanbuler Polizeidirektion durchgeführten Untersuchung wurde gegen Vorwürfe der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“, des „qualifizierten Betrugs“ und der „Geldwäsche aus Straftaten“ ermittelt.
Es wurde berichtet, dass im Rahmen der Akte MASAK-Berichte, Kontobewegungen sowie technische und physische Überwachungsmaßnahmen zu den Mitarbeitern des Ahbap-Vereins ausgewertet wurden; dabei seien mit den finanziellen Profilen der Verdächtigen nicht vereinbare Geldbewegungen, hochvolumige Überweisungen, Übertragungen auf Glücksspielkonten sowie kurzfristig durchgeführte Eigentumsübertragungen untersucht worden.
Von den 54 im Rahmen der Ermittlungen festgenommenen Verdächtigen wurden 28 Personen inhaftiert, darunter der Gründer des Ahbap-Vereins, Haluk Levent, sowie Oğuzhan Uğur. Das Vermögen des Vereins und einiger Verdächtiger wurde beschlagnahmt.