Festnahmen nach Schädlingsbekämpfung, die in Izmir zum Tod eines Babys führte

Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des einjährigen Altay Toprak Kınalı, der nach einer Schädlingsbekämpfung in einem Wohnhaus in Izmir verstarb, wurden der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, Bülent Öz, und sein Helfer Eyüp Gödelezli festgenommen.

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In Izmir vertiefen sich die Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall vom 11. November 2024, bei dem der einjährige Altay Toprak Kınalı nach einer Schädlingsbekämpfung in einem Wohnhaus im Stadtteil Konak ums Leben kam. Ein Bericht des Instituts für Rechtsmedizin des Justizministeriums stellte fest, dass der Tod des Babys auf eine Vergiftung durch die bei der Schädlingsbekämpfung verwendeten Agrarchemikalien zurückzuführen ist.

Nach dem Vorfall wirkte sich die Schädlingsbekämpfung, die von einer im obersten Stockwerk wohnenden Familie in Auftrag gegeben worden war, auf das gesamte Gebäude aus. Nach dem Eingreifen von AFAD und Rettungskräften wurden Altay Toprak Kınalı und seine Familie ins Krankenhaus gebracht. Trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb der kleine Altay drei Tage später.

GEFÄHRLICHE AGRARCHEMIKALIEN VERWENDET

Im Rahmen der Ermittlungen wurden der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, der Agraringenieur Bülent Öz, sowie sein Helfer Eyüp Gödelezli festgenommen. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass in dem Gebäude die Agrarchemikalien „Kingphos“ und „Grainphos“ verwendet wurden, deren Einsatz in Wohngebieten verboten ist.

Der Bericht des Instituts für Rechtsmedizin betonte, dass keine traumatischen Einwirkungen vorlagen, die den Tod des Babys hätten verursachen können, jedoch Anzeichen einer Vergiftung bestanden. Angesichts dieser Erkenntnisse wurde gegen Öz und Gödelezli erneut ein Haftbefehl erlassen, woraufhin sie dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert wurden.

Der Vorfall hat erneut verdeutlicht, welche Folgen der unkontrollierte Einsatz gesundheitsschädlicher Substanzen haben kann.