Freispruch im Prozess um sexuellen Missbrauch einer 6-Jährigen sorgt für Empörung
In Denizli hat der Freispruch von H.T., der beschuldigt wurde, ein 6-jähriges Kind sexuell missbraucht zu haben, in der Öffentlichkeit und bei Frauenorganisationen für Empörung gesorgt. Die Anwälte kündigten an, das Urteil in die Berufung zu bringen.
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Im Prozess vor dem 4. Schwurgericht von Denizli wurde H.T., der wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines 6-jährigen Mädchens im Zeitraum von 2006 bis 2012 vor Gericht stand, freigesprochen.
Das Gericht entschied, dass der Angeklagte unschuldig sei, da "die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt" seien. Das Urteil löste in der Gesellschaft und bei Verfechtern von Frauenrechten große Enttäuschung aus.
PROTESTE NACH DEM URTEIL
In der Verhandlung forderte der Staatsanwalt die Bestrafung des Angeklagten wegen "fortgesetzten qualifizierten sexuellen Missbrauchs". Der Staatsanwalt erklärte, dass die Berichte der Rechtsmedizin und die Zeugenaussagen den Missbrauch bestätigten. Das Gericht erachtete diese Beweise jedoch als nicht ausreichend und sprach den Angeklagten frei.
Die Anwälte des Kindes kündigten an, gegen das Urteil des Gerichts Berufung beim Berufungsgericht einzulegen. Frauenorganisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft, die sich nach der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude versammelten, äußerten, dass der Freispruch im Hinblick auf Kinderrechte und Gerechtigkeit besorgniserregend sei.