Frist für Ermittlungen gegen CHP-Kommunen gesetzt: 'Mir wurden 2 Wochen genannt'
Der Istanbuler Generalstaatsanwalt Fatih Dönmez informierte Justizreporter über aktuelle Ermittlungen und Verfahren. Dönmez kündigte an, dass die Anklageschriften gegen CHP-geführte Bezirke in Kürze abgeschlossen sein werden, und gab Details zu laufenden Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität und Prominente bekannt.
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Der Istanbuler Generalstaatsanwalt Fatih Dönmez äußerte sich bei einem Treffen im Justizpalast Çağlayan zu wichtigen laufenden Ermittlungen im gesamten Stadtgebiet.
Dönmez betonte, dass bei den Verfahren gegen die von der CHP verwalteten Bezirke Büyükçekmece, Gaziosmanpaşa und Bayrampaşa erhebliche Fortschritte erzielt wurden, und erklärte: "Die mir genannte Frist beträgt 2 Wochen. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Klagen eingereicht sein. Die Anklageschriften werden dann fertiggestellt sein," so Dönmez.
Bezüglich der Prozesse im Zusammenhang mit der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) teilte Dönmez mit, dass die Untersuchungen zu den Tochtergesellschaften, die in den Akten aufgeführt sind, andauern, Gutachten erwartet werden und alle Vorwürfe weiterhin geprüft würden.
OPERATIONEN GEGEN ORGANISIERTE KRIMINALITÄT UND PROMINENTE
Dönmez teilte zudem Informationen zu den jüngsten Operationen gegen die organisierte Kriminalität mit und gab bekannt, dass im Fall der kriminellen Vereinigung um Barış Boyun insgesamt 392 Verdächtige in einem einzigen Verfahren angeklagt werden. Er fügte hinzu, dass das Auslieferungsverfahren für den Anführer der Organisation, Boyun, aus Italien in die Türkei weiterhin laufe. "Wir haben laufende Ermittlungen. Zusätzlich zu den 305 Personen, die bereits im Namen der kriminellen Vereinigung Barış Boyun vor Gericht stehen, wurde gegen 87 weitere Verdächtige Anklage erhoben. Die Akten wurden zusammengelegt, sodass sich 392 Verdächtige in einem einzigen Verfahren verantworten müssen," sagte er.
Bezüglich der sogenannten Daltonlar-Bande gab Dönmez an, dass gegen insgesamt 181 Personen, von denen 106 inhaftiert sind, Anklage erhoben wurde. Zudem seien 172 weitere Personen festgenommen worden und Ermittlungen zu 158 separaten Straftaten dauerten an. Auch zu den Gruppen mit den Namen „Şapkalı“ und „Gündoğmuş“ seien die Verfahren im Gange.
OPERATION GEGEN PROMINENTE
Generalstaatsanwalt Dönmez präsentierte zudem Statistiken zu den in den letzten Monaten öffentlichkeitswirksamen Drogen- und Prostitutionsrazzien gegen „Prominente“. Bisher seien gegen 255 Personen Maßnahmen eingeleitet worden; bei 219 lägen die Ergebnisse der Rechtsmedizin vor, wobei in 169 Fällen Betäubungsmittel nachgewiesen wurden und es mehr als 30 inhaftierte Verdächtige gebe. Bei Operationen gegen Straßenverkäufer in den letzten zwei Monaten seien 400 Personen festgenommen worden.
Dönmez signalisierte zudem, dass die Operationen fortgesetzt werden: „Es werden immer wieder neue Listen erstellt. Nach und nach werden Personen, darunter Prominente und Geschäftsleute, zur Vorladung in unser Justizgebäude geladen.“ Der Generalstaatsanwalt führte weiter aus:
“Unser eigentliches Ziel ist es, weiter nach oben zu gelangen. Die Hintermänner zu erreichen, die die Drogen ins Land bringen und organisieren, ist ein Thema, das wir mit größerem Ernst verfolgen. Wir möchten nicht, dass der Eindruck entsteht, es ginge nur gegen Prominente. Wir glauben, dass wir durch die Operationen gegen Prominente der Gesellschaft die Ernsthaftigkeit des Themas vermitteln. Mit dieser Wahrnehmung glauben wir, die Kartelle zu stören. Die Gesellschaft hat das gesehen. Wir glauben, dass dies ein Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen hat. Dieser Umstand stellt uns ein Stück weit zufrieden.”