Haftentlassungsantrag für Ayşe Barım: 'Risiko eines plötzlichen Todes'
Die Anwälte haben aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme von Ayşe Barım deren Haftentlassung beantragt und darauf hingewiesen, dass ein Verbleib im Gefängnis lebensgefährlich sei.
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Die Anwälte der Managerin Ayşe Barım, die im Zusammenhang mit den Gezi-Park-Protesten unter dem Vorwurf inhaftiert ist, Künstler beeinflusst zu haben, haben einen Antrag auf Haftentlassung gestellt. Sie begründeten dies damit, dass der Gesundheitszustand ihrer Mandantin einen Gefängnisaufenthalt unmöglich mache.
Die Anwälte erklärten, dass Barım 56 Jahre alt sei und aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme ein Risiko für einen plötzlichen Tod bestehe.
Die Anwälte von Barım gaben an, dass ihre Mandantin am Morgen des 5. Juni bewusstlos in ihrer Zelle aufgefunden und von Justizvollzugsbeamten in die Krankenstation gebracht wurde.
Es wurde betont, dass bei Barım eine hypertrophe Kardiomyopathie diagnostiziert wurde und eine Operation am offenen Herzen geplant war, die jedoch aufgrund der Inhaftierung nicht durchgeführt werden konnte. Kardiologischen Berichten zufolge müsse das Risiko eines plötzlichen Herztodes sowie eines ischämischen Schlaganfalls bei Barım engmaschig überwacht werden.
GESUNDHEITSBERICHTE BESTÄTIGEN DIE GEFAHR
Im Bericht des Mehmet Akif Ersoy Ausbildungs- und Forschungskrankenhauses für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie wurde einstimmig bestätigt, dass Barım aufgrund der hypertrophen Kardiomyopathie ein Risiko für einen plötzlichen Herztod trägt. Die häufigen Ohnmachtsanfälle von Barım deuten darauf hin, dass die Krankheit fortschreitet und das Risiko zunimmt.
Es wurde festgestellt, dass sich in Barıms Gehirn ein 7 mm großes Aneurysma befindet, was das Risiko einer Hirnblutung erhöht. Laut dem Bericht des staatlichen Krankenhauses Silivri hat sich das Aneurysma vergrößert und erfordert eine strenge Überwachung. Die Ohnmachtsanfälle von Barım werden ebenfalls als Symptom dieser Erkrankung gewertet.
WEITERE GESUNDHEITLICHE PROBLEME
Barım leidet zudem an Diabetes, einer Vorgeschichte von Lungenentzündungen, Lungenknoten, Schlafapnoe und rheumatologischen Beschwerden. Diese gesundheitlichen Probleme verdeutlichen, dass ein Verbleib im Gefängnis gefährlich ist.
Die Anwälte erklärten, dass die Inhaftierung von Barım ihren Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe und sie bereits mehrfach in Krankenhäuser verlegt werden musste.