Im Zentrum der Geschlechtertest-Debatte: Sie hat den CAS angerufen
Die algerische Boxerin Imane Khelif hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einspruch gegen die vom Internationalen Boxverband auferlegte Verpflichtung zu einem Geschlechtertest eingelegt.
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Imane Khelif, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris die Goldmedaille gewann, reichte am 5. August beim CAS Klage auf Aufhebung der Entscheidung des Verbandes ein. In ihrem Antrag forderte sie zudem eine vorläufige Zulassung zur Weltmeisterschaft in Liverpool, was jedoch vom Gericht abgelehnt wurde. Ein Termin für das Hauptverfahren steht noch nicht fest.
RÜCKTRITTSGERÜCHTE UND KHELIFS REAKTION
Khelifs ehemaliger Manager Nasser Yafsah hatte gegenüber der französischen Presse behauptet, die Sportlerin habe ihre Boxkarriere beendet. Khelif reagierte auf diese Behauptungen über soziale Medien und bezeichnete die Aussagen als "Lügen und böswillig".
DEBATTE ÜBER GESCHLECHTERTESTS
Khelif, die im Juni an einem Turnier in den Niederlanden teilnehmen wollte, konnte aufgrund der vom Verband eingeführten Geschlechtertest-Pflicht nicht an dem Wettbewerb teilnehmen.
Der Verband erklärte, diese Entscheidung sei getroffen worden, um die Sicherheit der Teilnehmerinnen und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Khelifs Name war bereits 2023 durch einen durchgesickerten medizinischen Bericht in die Schlagzeilen geraten. In dem Bericht wurde behauptet, Khelif sei biologisch männlich, weshalb ihr die Teilnahme an der Weltmeisterschaft verwehrt wurde.
Die taiwanesische Boxerin Lin Yu-Ting, die sich in einer ähnlichen Situation befand, wurde ebenfalls ausgeschlossen. Dennoch erhielten beide Sportlerinnen das Recht, an den Olympischen Spielen 2024 in Paris teilzunehmen, wo beide Goldmedaillen gewannen und die Debatte erneut anheizten.