Justizminister Tunç beklagt sich wegen Can Atalay: 'Sie drängen immer den Justizminister in die Enge'
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei. In Bezug auf die Entscheidung des Kassationshofs zum TİP-Abgeordneten für Hatay, Can Atalay, sagte Tunç: „Besonders die Angelegenheit um Can Atalay stößt auf großes Interesse. Sie drängen immer den Justizminister in die Enge.“
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Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei zu der Krise in der Justiz, die durch die Entscheidung zum TİP-Abgeordneten für Hatay, Can Atalay, ausgelöst wurde.
Tunç erklärte: „Besonders die Angelegenheit um Can Atalay stößt auf großes Interesse. Sie drängen immer den Justizminister in die Enge“ und fügte hinzu: „Ich habe Folgendes gesagt: Es gibt einen Meinungsunterschied zwischen dem Verfassungsgericht und dem Kassationshof hinsichtlich der Anwendung der Artikel 83 und 14 der Verfassung... Keines ist ein untergeordnetes oder übergeordnetes Gericht. Die obersten Gerichte sind aufgelistet. Es gibt in der Verfassung eine Überschrift, die 'Oberste Gerichte' lautet.“
"DAMIT ES RECHT GIBT, BRAUCHT ES DEMOKRATIE"
Tunç erinnerte daran, dass gemäß Artikel 183 der Verfassung keine Fragen zu laufenden Gerichtsverfahren gestellt werden dürfen, und reagierte wie folgt auf die Kritik, dass die Türkei in Berichten internationaler Organisationen in Bezug auf die Justiz hinter afrikanischen Ländern zurückliege:
„In den Ländern, die der Türkei vorgezogen werden, gibt es abgesehen von Recht und Justiz keine Demokratie. Es gibt dort nicht einmal freie Wahlen. Die Türkei hinter diesen Ländern einzuordnen, ist ungerecht. Zu behaupten, dass die Türkei in Bezug auf die Rechtsstaatlichkeit hinter Sambia, Ruanda oder Ghana zurückliegt, oder die Türkei hinter Ländern zu zeigen, deren Namen man kaum kennt, ist nicht akzeptabel. Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass hier eine Absicht dahintersteckt. Damit es in einem Land Recht geben kann, muss es Demokratie geben.“