Keine Maßnahmen nach Bericht über Unregelmäßigkeiten bei der Stadtverwaltung Elazığ

Trotz eines von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Berichts über Unregelmäßigkeiten bei der AKP-geführten Stadtverwaltung Elazığ wurden seit vier Monaten weder Ermittlungen eingeleitet noch Anklage erhoben.

12punto

Ein von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellter Sachverständigenbericht, der Unregelmäßigkeiten bei Ausschreibungen der Stadtverwaltung Elazığ an Aziz İhsan Aktaş aufdeckte, hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Dem Bericht zufolge vergab die Stadtverwaltung insgesamt acht Aufträge im Wert von 808 Millionen TL an das Unternehmen von Aktaş, wobei die Bedingungen für einen fairen Wettbewerb nicht erfüllt worden seien. Insbesondere bei der im Jahr 2024 durchgeführten Ausschreibung für Fahrzeugvermietungen im Wert von 539 Millionen 915 Tausend TL seien nur zwei Angebote als gültig eingestuft worden.

Obwohl der Sachverständigenbericht bereits am 7. Juli 2025 bei der Staatsanwaltschaft eingereicht wurde, wurden bisher keine rechtlichen Schritte gegen die Stadtverwaltung Elazığ eingeleitet. Dieser Umstand wird insbesondere von Oppositionsparteien kritisiert und verstärkt die Vorwürfe, dass Gerichtsverfahren gegen AKP-geführte Kommunen nur schleppend vorankommen.

Andererseits ist bekannt, dass bei ähnlichen Vorwürfen gegen CHP-geführte Stadtverwaltungen schnell Ermittlungen eingeleitet wurden und Bürgermeister in Gewahrsam genommen wurden. Die Bürgermeister der CHP-geführten Kommunen Adana, Ceyhan, Seyhan, Beyoğlu, Avcılar und Beşiktaş wurden aufgrund der Geständnisse von Aziz İhsan Aktaş festgenommen und am 20. Oktober wurde Anklage gegen sie erhoben.

Diese Entwicklungen haben die Debatte zwischen den politischen Parteien über eine ungleiche Anwendung der Justiz neu entfacht. In diesem Prozess, den die Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt, bleibt es weiterhin fraglich, ob gegen die Stadtverwaltung Elazığ noch Schritte unternommen werden.