MASAK-Bericht zur AHBAP-Untersuchung: Erdbeben-Spenden und Geldflüsse prominenter Namen werden geprüft
Die Staatsanwaltschaft untersucht, wie die hohen Spendensummen, die nach 2023 auf den Konten von AHBAP eingingen, verwendet wurden.
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Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Ermittlungen wegen des Vorwurfs einer „Ahbap-kriminellen Vereinigung“ wurden im Zuge der Untersuchungen des Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrats (MASAK) die hohen Spendeneingänge auf den Konten des AHBAP-Vereins unter die Lupe genommen.
In den Akten wird darauf hingewiesen, dass insbesondere nach den Erdbeben vom 6. Februar mit Zentrum in Kahramanmaraş zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst, Medien und Wirtschaft unter dem Verwendungszweck „Erdbebenhilfe“ und „Spende“ Gelder an den Verein überwiesen haben. Es wurde festgehalten, dass sich die Untersuchung weniger auf die Aktivitäten der Spender konzentriert, sondern vielmehr auf die Verwendung der Gelder, nachdem diese auf den Vereinskonten eingegangen waren.
Es wurde erklärt, dass in der Ermittlungsakte keine Erkenntnisse vorliegen, die die genannten Spender mit einer Straftat oder organisatorischen Aktivitäten in Verbindung bringen; die Spenden seien als gutgläubig und zur Unterstützung der Erdbebenopfer getätigt eingestuft worden.
IM FOKUS DER UNTERSUCHUNG STEHT DIE VERWENDUNG DER SPENDEN
Wie zu erfahren war, untersuchen die Staatsanwaltschaft und die Finanzermittlungsbehörden den Zusammenhang zwischen den auf den Vereinskonten eingegangenen Spenden und den von den Konten abgehenden Zahlungen. In diesem Rahmen werden Bankbelege, Spendenquittungen, Buchhaltungsunterlagen und Ausgabennachweise abgeglichen.
Bei der Prüfung wird bewertet, ob die Spenden gemäß den für die Hilfskampagnen erklärten Zwecken verwendet wurden, auf welche Personen- oder Firmenkonten sie übertragen wurden und ob sie vollständig in die Buchhaltung eingetragen wurden. Auch die Verbindung von Überweisungen auf Firmenkonten oder an Dritte zu den tatsächlichen Spendern gehört zu den Untersuchungspunkten.
Laut MASAK-Aufzeichnungen gehören zu den hohen Spendeneingängen auf den AHBAP-Konten unter anderem jeweils 1 Million TL von Ajda Pekkan, Barış Arduç, Ebru Şahin, Hitt Müzik im Namen von Tarkan Tevetoğlu, Sibel Cangüre im Namen von Sibel Can sowie dem Geschäftsmann Nevzat Aydın.
Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass für Nevzat Aydın eine zweite Transaktion in Höhe von 750.983 TL verzeichnet ist, bei der im Verwendungszweck der Name „Galip M. Selçuk“ auftaucht und deren Art derzeit gesondert geprüft wird.
Den Aufzeichnungen zufolge spendeten Tolga Çevik 997.650 TL, Ali Atay 562.386 TL, Ebru Gündeş 500.000 TL, Somer Sivrioğlu 500.000 TL, Genco Erkal 500.000 TL, Halit Ergenç insgesamt 400.000 TL und Hasan Can Kaya 320.000 TL.
Danla Bilic und Can Yaman spendeten jeweils 250.000 TL; Afra Saraçoğlu, Binnur Kaya, Beyazıt Öztürk, Aras Bulut İynemli, Kıvanç Tatlıtuğ, İbrahim Büyükak, Seray Kaya, Kerem Bürsin und Engin Akyürek spendeten jeweils 200.000 TL.
Melis Sezen, Leyla Hazal Atay, İrem Derici, Gülse Birsel und Burak Deniz spendeten jeweils 150.000 TL; Salih Bademci, Emir Ersoy, Gökhan Tepe, Sarp Apak, İbrahim Selim, Uraz Kaygılaroğlu, Elçin Sangu und Esat Yontunç spendeten jeweils 100.000 TL.
In der Bewertung der Akte wurde betont, dass allein die Durchführung einer Geldüberweisung nicht bedeutet, dass die Personen mit einer Straftat oder organisatorischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden. Sollte festgestellt werden, dass die Spenden zweckentfremdet wurden, könnten die Spender nicht als Verdächtige, sondern als Geschädigte oder durch die Straftat Leidtragende eingestuft werden.