Muhittin Böcek ergänzt in ergänzender Aussage Details zu „Hawala“-Vorwurf: Er nennt den Namen „Taç Döviz“

Der inhaftierte Bürgermeister der Stadt Antalya, Muhittin Böcek, hat in seiner ergänzenden Aussage bei der Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Geldüberweisung präzisiert.

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Es wurde bekannt, dass der inhaftierte Bürgermeister der Stadt Antalya, Muhittin Böcek, eine neue ergänzende Aussage bei der Staatsanwaltschaft gemacht hat. Böcek lieferte diesmal Details dazu, wie die Geldüberweisung im Zusammenhang mit dem von ihm bereits früher geäußerten Vorwurf einer 5-Millionen-Euro-„Hawala“-Transaktion durchgeführt wurde.

In einer im Juni abgegebenen ergänzenden Aussage hatte Böcek behauptet, dass der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, für den Kandidaturprozess 15 Millionen Euro gefordert habe und er davon 5 Millionen Euro über das „Hawala“-System gesendet habe. In seiner jüngsten Aussage wiederholte Böcek denselben Vorwurf und gab an, dass bei der Überweisung der Name „Taç Döviz“ gefallen sei.

Laut Böceks Schilderung bei der Staatsanwaltschaft reiste er am 30. November 2023 mit seinem Büroleiter Yasin Y. nach Istanbul, nachdem er erfahren hatte, dass der Bürgermeister von Muratpaşa sich mit İmamoğlu getroffen und bestimmte Zusicherungen bezüglich des Nominierungsprozesses erhalten habe. Böcek erklärte, er habe sich dort in einem Hotel mit İmamoğlu getroffen.

Böcek behauptete, dass İmamoğlu bei diesem Treffen erklärt habe, er habe niemand anderem die Kandidatur versprochen und werde sich für ihn entscheiden, verlange dafür jedoch eine finanzielle Unterstützung von etwa 15 Millionen Euro. Böcek gab an, er habe erklärt, dass er diesen Betrag im Laufe der Zeit nach seinen Möglichkeiten aufbringen werde.

DIE GESCHICHTE MIT DER „100-TL-BANKNOTE“

In seiner Aussage schilderte Böcek, dass er nach seiner Rückkehr nach Antalya einen Teil des für das Wahlbudget zurückgelegten Geldes einem Freund anvertraut habe, dessen Namen er nicht nennen wolle, und diesem gesagt habe, dass er in Istanbul eine Zahlung von 5 Millionen Euro leisten müsse. Böcek gab an, dass er, da das anvertraute Geld unter 5 Millionen Euro lag, verlangt habe, den Restbetrag als Darlehen aufzustocken.

Laut Böceks Aussage erwähnte die besagte Person ihm gegenüber eine Geldtransfermethode namens „Hawala“. Böcek erzählte, dass sein Freund ein Foto einer 100-TL-Banknote gemacht habe, die er bei sich trug, und diese Banknote dann zusammen mit einem Zettel, auf dem ein Name und eine Telefonnummer standen, in einen Umschlag gelegt und ihm übergeben habe.

Auf die Frage der Staatsanwaltschaft nach der Identität der Person, die dieses System nutzte, sowie nach dem Namen und der Telefonnummer auf dem Zettel, sagte Böcek, er wolle die Identitätsdaten seines Freundes nicht preisgeben. Böcek erklärte, er könne sich an die Telefonnummer nicht erinnern, da etwa zwei Jahre vergangen seien, erinnerte sich aber daran, dass auf dem Zettel „Taç Döviz“ gestanden habe.

Böcek teilte der Staatsanwaltschaft mit, dass das Geld möglicherweise an das Unternehmen namens Taç Döviz im Großen Basar (Kapalıçarşı) geschickt worden sein könnte, er aber nicht wisse, ob es dort entgegengenommen wurde.

Böcek sagte zudem, er habe am 16. Dezember 2023 İmamoğlu angerufen, um einen Termin für ein persönliches Treffen zu vereinbaren, und sei am 17. Dezember 2023 erneut mit Yasin Y. nach Istanbul gereist. Er schilderte, dass er sich mit İmamoğlu allein im Erdgeschoss eines Hochhauses getroffen habe, das er als Wahlbüro kenne, und behauptete, ihm den Umschlag mit der 100-TL-Note und dem Zettel übergeben zu haben.

Böcek erklärte, er habe für den Rest des Geldes, das angeblich gefordert wurde, gesagt, er könne zahlen, „falls es zu einem Präsidentschaftskandidaturprozess kommt“, und fügte hinzu, dass er die restliche Zahlung aufgrund der Inhaftierung von İmamoğlu nicht geleistet habe.

In früheren Aussagen hatte Böcek zudem behauptet, auf Anweisung von Özgür Özel 1 Million Euro an Veli Ağbaba, 950.000 Dollar an den verstorbenen Bürgermeister der Stadt Manisa, Ferdi Zeyrek, und 200.000 Dollar an die CHP-Parteizentrale gesendet zu haben. Ağbaba und Özel hatten diese Vorwürfe zurückgewiesen.