Neue Anklageschrift gegen Murat Ongun erstellt

Murat Ongun, Vorstandsvorsitzender der İBB Medya AŞ, sieht sich aufgrund seiner Social-Media-Beiträge aus der Haft heraus mit einer zweiten Anklageschrift konfrontiert.

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Gegen Murat Ongun, der im Rahmen des İBB-Verfahrens wegen des Vorwurfs der „Leitung einer kriminellen Vereinigung“ inhaftiert ist, wurde eine neue Anklageschrift erstellt. Als Begründung wurden seine YouTube-Übertragungen aus dem Gefängnis sowie seine Beiträge auf X (ehemals Twitter) angeführt. Diese von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellte Anklageschrift wurde an das Istanbuler Amtsgericht für Strafsachen übermittelt.

In der von der Staatsanwaltschaft erstellten Akte liegt der Fokus insbesondere auf den Erklärungen, die am 30. Dezember 2025 und am 1. Januar 2026 auf Onguns Social-Media-Konten veröffentlicht wurden. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass diese Beiträge unwahre Informationen enthielten, die in der Öffentlichkeit zu einer falschen Wahrnehmung der İBB-Ermittlungen führen könnten.

Ongun erklärte in seiner Verteidigung, dass seine Veröffentlichungen nicht dazu geeignet seien, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Er betonte, dass einige der in seinen Beiträgen enthaltenen Informationen bereits aus Aussagen stammten, die im Rahmen der Ermittlungen gegenüber den Sicherheitsbehörden gemacht worden seien.

In der Anklageschrift argumentiert die Staatsanwaltschaft, dass die Erklärungen zu den Ermittlungen, die das öffentliche Interesse stark berühren, den öffentlichen Frieden gefährdeten und das Merkmal der Öffentlichkeit des Verbrechens erfüllten. Darüber hinaus wurde aufgrund des Vorwurfs der fortgesetzten „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen über Presse- und Publikationswege“ eine Haftstrafe gegen Ongun gefordert.