Neue Entwicklung im Fall Jamal Khashoggi in Frankreich: Vorwürfe von Folter und Verschwindenlassen

Der Fall des im saudi-arabischen Generalkonsulat ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi wurde von den französischen Justizbehörden im Zusammenhang mit Vorwürfen von Folter und Verschwindenlassen erneut aufgegriffen.

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Ein in Paris tätiger Untersuchungsrichter wurde beauftragt, eine neue gerichtliche Untersuchung zum Mord an Jamal Khashoggi einzuleiten. Die französische nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) gab bekannt, dass sich die Untersuchung insbesondere auf die Vorwürfe der „Folter“ und des „Verschwindenlassens“ konzentrieren werde.

Die von den Menschenrechtsorganisationen TRIAL International und Reporter ohne Grenzen eingereichten Anträge wurden vom Pariser Berufungsgericht geprüft und angenommen. Ein separater Antrag von DAWN, der Organisation, für die Khashoggi tätig war, wurde vom Gericht jedoch abgelehnt.

INTERNATIONALE DEBATTE ÜBER DEN MORD DAUERT AN

Der Journalist Jamal Khashoggi wurde im Oktober 2018 im saudi-arabischen Generalkonsulat in Istanbul ermordet, seine Leiche blieb verschwunden. Die Einschätzung des US-Geheimdienstes, dass der Befehl für den Mord vom saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman erteilt wurde, hatte in der internationalen Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt. Bin Salman bestritt, den Befehl für das Attentat gegeben zu haben, räumte jedoch ein, dass sich der Vorfall während seiner Regierungszeit ereignet habe.

Unterdessen hatte das Gericht in Istanbul im Jahr 2022 das Verfahren gegen 26 saudi-arabische Angeklagte eingestellt und die Überstellung des Falls an die saudi-arabischen Justizbehörden beschlossen. Diese Entwicklung wurde von vielen Organisationen, insbesondere von Menschenrechtsverteidigern, scharf kritisiert.