Neue Justizordnung für schwere Straftaten
Die Regierung plant eine kritische Neuregelung, um Justizprozesse zu beschleunigen. Bei schweren Straftaten wie vorsätzlicher Tötung, Drogenhandel oder sexuellem Missbrauch, für die eine Freiheitsstrafe von mehr als 5 Jahren gefordert wird, werden die Akten künftig nicht mehr an die Berufungsgerichte, sondern direkt an den Kassationshof (Yargıtay) weitergeleitet.
12punto
Zur Beschleunigung der Justizprozesse wird eine bedeutende Änderung vorgenommen. Im Rahmen des von Präsident Recep Tayyip Erdoğan angekündigten Strategiedokuments zur Justizreform sollen neue Regelungen umgesetzt werden, die die Arbeitsbelastung der Gerichte verringern und die Entscheidungsprozesse beschleunigen sollen.
VERFAHREN DIREKT VOR DEM KASSATIONSHOF
In diesem Zusammenhang werden bei schweren Straftaten wie vorsätzlicher Tötung, Drogenhandel, Straftaten gegen Kinder, sexuellem Missbrauch, qualifiziertem Betrug und qualifiziertem Diebstahl, bei denen eine Freiheitsstrafe von mehr als 5 Jahren gefordert wird, die Fälle nicht mehr an die Berufungsgerichte verwiesen. Diese Akten werden direkt an den Kassationshof (Yargıtay) weitergeleitet, um das Revisionsverfahren zu beschleunigen.
Darüber hinaus ist das Ziel, dass Verhandlungen nicht länger als zwei Monate vertagt werden, Berufungsprüfungen innerhalb von maximal sechs Monaten abgeschlossen sind und das Verfahren vor dem Kassationshof spätestens innerhalb von sechs Monaten zu einem Ergebnis führt. Es wird erwartet, dass der neue Mechanismus, der für eine schnellere und effektivere Durchführung von Gerichtsverfahren geschaffen wurde, die Arbeitsweise der Gerichte maßgeblich verändern wird.