Operation gegen Finanzbetrug in Istanbul: Haftbefehle gegen 43 Personen erlassen

Im Rahmen einer in Istanbul durchgeführten Untersuchung wurden Haftbefehle gegen 43 Personen erlassen, die durch die Ausstellung gefälschter Rechnungen dem Staat einen Schaden in Millionenhöhe zugefügt haben sollen.

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In einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Untersuchung wurde festgestellt, dass in den Jahren 2020-2021 durch Scheingeschäfte gefälschte Rechnungen im Wert von 6 Milliarden 971 Millionen Lira ausgestellt wurden.

Als Ergebnis dieser Unregelmäßigkeiten wurde durch die unrechtmäßige Erlangung von Mehrwertsteuerrückerstattungen ein Schaden von 69 Millionen 552 Tausend Lira für die öffentliche Hand verursacht. Die Ermittlungen ergaben, dass Finanzberater und Unternehmensleiter organisiert handelten.

Im Zuge der Untersuchung wurde festgestellt, dass die gefälschten Rechnungen von den Unternehmen als Ausgaben in den Geschäftsbüchern verbucht wurden, um auf diesem Weg unrechtmäßige Mehrwertsteuerrückerstattungen zu erhalten.

Darüber hinaus wurde ermittelt, dass die erzielten Erträge aus den Straftaten durch Einschleusung in das Wirtschaftssystem legalisiert werden sollten. Dabei kam heraus, dass durch die vorgetäuschten Handelsaktivitäten mittels der gefälschten Rechnungen die Gelder wieder an die Unternehmen oder Einzelpersonen zurückflossen.

Im Rahmen der Operation wurden Haftbefehle gegen insgesamt 43 Personen erlassen, darunter 1 vereidigter Wirtschaftsprüfer, 25 Finanzberater, 6 Organisationsleiter sowie Führungskräfte und Gesellschafter der Demir Grup Şirketleri, Cavıtech Denizcilik A.Ş. und Ses Taahhüt İnşaat A.Ş. Zudem wurde das Vermögen dieser Personen und Unternehmen beschlagnahmt.