Özgür Özel gewinnt Klage gegen Melih Gökçek

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel hat in einem von ihm gegen den ehemaligen Bürgermeister von Ankara, Melih Gökçek, angestrengten Prozess wegen immateriellen Schadensersatzes 20.000 Lira zugesprochen bekommen. Özel wird diese Entschädigung an den Verein zur Förderung des modernen Lebens (Çağdaş Yaşamı Destekleme Derneği) spenden.

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Das 9. Zivilgericht erster Instanz in Ankara entschied, dass die Social-Media-Beiträge von Melih Gökçek eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte von Özgür Özel darstellen. Gökçek hatte am 6. Februar 2025 auf seinem Social-Media-Konto behauptet, Özel habe "in der Bar eines Hotels Alkohol getrunken und könne deshalb am Morgen nicht an einer Fernsehsendung teilnehmen". In diesem Beitrag hieß es zudem: "Verstehen Sie jetzt, warum Özgür versprochen hat, die Raki-Preise zu senken?"

Özgür Özel reichte daraufhin Klage auf Zahlung von 100.000 Lira immateriellem Schadensersatz ein, mit der Begründung, diese Behauptungen hätten seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Das Gericht urteilte, dass Gökçeks Äußerungen einen Angriff auf die Persönlichkeitsrechte darstellen und einen immateriellen Schadensersatz rechtfertigen. Unter Berücksichtigung der sozialen und wirtschaftlichen Situation Gökçeks sowie der Art des Vorfalls entschied das Gericht jedoch, dass eine Entschädigung von 20.000 TL angemessen sei, da immaterieller Schadensersatz nicht der Bereicherung dienen dürfe.

Das Urteil wird zuzüglich der gesetzlichen Zinsen ab dem 18. Januar 2025 vollstreckt. Zudem haben die Parteien das Recht, innerhalb von zwei Wochen Berufung beim Regionalgericht Ankara einzulegen.

Özgür Özel hatte bereits zuvor eine Entschädigung, die er in einem Prozess gegen Melih Gökçek wegen dessen Angriffen auf Türkan Saylan gewonnen hatte, an den Verein zur Förderung des modernen Lebens gespendet.