Polizeirazzia bei Nestlé-Flaschenwasser in Frankreich
Wegen des Verdachts auf den Einsatz verbotener Reinigungssysteme bei Flaschenwasser der Nestlé-Gruppe hat die Polizei die Firmenzentrale in Issy-les-Moulineaux durchsucht.
12punto
In Frankreich hat die Polizei die Zentrale der Nestlé-Gruppe in Issy-les-Moulineaux durchsucht, da das Unternehmen im Verdacht steht, verbotene Reinigungssysteme für sein Flaschenwasser verwendet zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen, die von der Abteilung für öffentliche Gesundheit des Pariser Gerichts geführt werden, sollen die beschlagnahmten Dokumente einer detaillierten Prüfung unterzogen werden.
HINTERGRUND DER ERMITTLUNGEN
Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem die Nichtregierungsorganisation Foodwatch im September 2024 zwei separate Beschwerden gegen die Nestlé-Gruppe eingereicht hatte. In einem Bericht der Zeitung Le Monde und von Radio France vom Januar 2024 wurde behauptet, dass die ehemalige Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher Nestlé die Nutzung der verbotenen Reinigungssysteme gestattet habe.
Der Senat leitete am 20. November 2024 eine Untersuchungskommission zu diesem Vorfall ein. Der Vorsitzende des Senats-Untersuchungsausschusses, Laurent Burgoa, hatte erklärt, dass die Nestlé-Gruppe mehrfach Kontakt zum französischen Präsidialamt aufgenommen habe. Burgoa behauptete, dass der Generalsekretär des Präsidialamts, Alexis Kohler, einen Teil dieses Dossiers verfolgt und Nestlé bei der Kommunikation mit dem Präsidialamt Erleichterungen verschafft habe. Kohler lehnte es jedoch unter Berufung auf das Prinzip der Gewaltenteilung ab, der Einladung des Senats zu folgen.