Prozess um Bahar Aksu beginnt: Forderungen nach Gerechtigkeit werden laut

Die erste Verhandlung im Fall der 34-jährigen Bahar Aksu, die in Şişli von ihrem geschiedenen Ehemann Rüstem Elibol und drei weiteren Personen ermordet wurde, findet am 11. Juni vor dem Justizpalast Çağlayan statt. Frauenrechtsaktivistinnen haben angekündigt, den Prozess mit der Forderung nach Gerechtigkeit zu verfolgen.

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Die erste Verhandlung im Fall der 34-jährigen Bahar Aksu, die in Şişli mitten auf der Straße von drei Personen, darunter ihr geschiedener Ehemann Rüstem Elibol, ermordet wurde, beginnt morgen. Der Prozess findet morgen (11. Juni) um 10:00 Uhr am Istanbuler Justizpalast in Çağlayan statt.

Die Sol Feminist Hareket hat zu dem Prozess um Bahar Aksu aufgerufen: 

"Wir fordern Gerechtigkeit für Bahar Aksu, die auf dem Weg zur Arbeit in Şişli von ihrem geschiedenen Ehemann Rüstem Elibol ermordet wurde! Bahar Aksu ist unser Aufstand! Wir werden am 11. Juni am Justizpalast Çağlayan sein, um den Prozess zu verfolgen."

WAS WAR PASSIERT?

In der Kazım-Orbay-Straße im Stadtviertel Cumhuriyet in Istanbul-Şişli wurde Bahar Aksu von ihrem geschiedenen Ehemann Rüstem Elibol und dessen Bekanntem Samet S. gewaltsam in ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen 17 LT 343 gezerrt. Während sie entführt werden sollte, wurde sie durch Schüsse getötet.

Der flüchtige Rüstem Elibol sowie Samet S., der das besagte Fahrzeug fuhr, und die Begleiter Semih Y. und Aziz B. wurden von Polizeieinheiten in Silivri gefasst und festgenommen. Anschließend wurden die vier Personen dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.

Die Polizei stellte fest, dass Bahar Aksu und Rüstem Elibol nach ihrer Heirat im Jahr 2019 im Jahr 2022 geschieden wurden. Zudem gab es zwei frühere Anzeigen von Bahar Aksu gegen Rüstem Elibol aus dem Jahr 2020 wegen Bedrohung und vorsätzlicher Körperverletzung; zum Zeitpunkt der Tat bestand jedoch keine Schutzanordnung zwischen ihnen.

FORDERUNG NACH LEBENSLANGER HAFT UND BIS ZU 14 JAHREN GEFÄNGNIS

In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wurde für den Angeklagten Rüstem Elibol wegen 'vorsätzlicher Tötung der geschiedenen Ehefrau durch Planung' und für die anderen drei Verdächtigen wegen 'vorsätzlicher Tötung einer Frau durch Planung' eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Zudem wurde für alle Verdächtigen wegen 'Freiheitsberaubung mit einer Waffe durch mehrere Personen' zusätzlich zur lebenslangen Haft eine Freiheitsstrafe von 4 bis 14 Jahren beantragt.