Reaktion des Presserats auf die Ingewahrsamnahme von İmamoğlu: Rechtlicher und politischer Druck muss endlich ein Ende haben

Die Reaktionen auf die Ingewahrsamnahme von Ekrem İmamoğlu nehmen weiter zu. Der Presserat erklärte in einer Stellungnahme, dass die Entwertung des Wählerwillens, die Einsetzung von Zwangsverwaltern und politischer Druck dem internationalen Ansehen des Landes schaden, und forderte eine dringende Lösung im Rahmen demokratischer Regeln.

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Der Presserat hat nach der Ingewahrsamnahme des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, eine Erklärung abgegeben und betont, dass das Recht nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden darf. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die jüngsten Entwicklungen in der Türkei mit Sorge verfolgt werden und die Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit zunehmen.

Der Rat erklärte, dass die Entwertung des Wählerwillens, die Einsetzung von Zwangsverwaltern und politischer Druck dem internationalen Ansehen des Landes schaden. In der Erklärung hieß es: „Der rechtliche und politische Druck auf die Medien, die Kommunalverwaltungen, die Wirtschaftswelt, Nichtregierungsorganisationen, Universitäten sowie die Kultur- und Kunstszene muss endlich ein Ende haben.“

Der Presserat betonte, dass man Vertrauen in die Justiz haben wolle, und forderte eine Stärkung der Demokratie, den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit sowie den Verzicht auf die Instrumentalisierung des Rechts für politische Interessen. In der Erklärung wurde betont: „Wir erwarten dringend eine Lösung innerhalb demokratischer Regeln.“

Hier ist der vollständige Text der Erklärung des Presserats

„Wir verfolgen die jüngsten Entwicklungen in unserem Land mit Sorge, wie alle unsere Bürgerinnen und Bürger, die für die Republik, Demokratie, Säkularismus und Rechtsstaatlichkeit einstehen.

Die Wahrnehmung, dass das Recht für politische Zwecke instrumentalisiert wird, verbreitet sich in allen Kreisen. Die Entwertung der Wählerstimmen und die Einsetzung von Zwangsverwaltern schaden dem nationalen Willen, der Wirtschaft, dem sozialen Frieden und dem Ansehen unseres Landes in der Welt massiv.

Der rechtliche und politische Druck auf die Medien, die Kommunalverwaltungen, die Wirtschaftswelt, Nichtregierungsorganisationen, Universitäten sowie die Kultur- und Kunstszene muss endlich ein Ende haben.

Als Presserat möchten wir Vertrauen in die Justiz haben.

Wir fordern eine Rückkehr auf den Weg der Demokratie, die Wahrung der Meinungs- und Pressefreiheit und dass das Recht nicht für parteiische Ambitionen instrumentalisiert wird.

Wir erwarten dringend eine Lösung innerhalb demokratischer Regeln.“

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