Sarkozy verliert Ehrenlegion

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat aufgrund einer rechtskräftigen Haftstrafe seinen Orden der Ehrenlegion verloren.

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In Frankreich werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen Personen, die zu einer rechtskräftigen Freiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr verurteilt wurden, ihre Ehren- und Verdienstorden entzogen. In diesem Rahmen wurden Nicolas Sarkozy, der zwischen 2007 und 2012 das Präsidentenamt innehatte, die Ehrenlegion (Légion d’honneur) sowie der Nationale Verdienstorden (Ordre national du Mérite) aberkannt. Diese Entscheidung wurde durch ein im Amtsblatt veröffentlichtes Dekret offiziell.

Sarkozy war im Dezember 2024 im sogenannten „Abhör-Prozess“ wegen Korruption zu einer einjährigen Haftstrafe, die unter Hausarrest verbüßt werden sollte, sowie zu einem dreijährigen Entzug des passiven Wahlrechts verurteilt worden. Es wurde entschieden, dass er die Strafe mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause verbüßen muss. Nach diesen Entwicklungen war der Entzug des Ehrenordens erwartet worden.

Darüber hinaus steht Sarkozy im sogenannten „Libyen-Prozess“, in dem ihm die illegale Annahme finanzieller Unterstützung durch das Regime des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi vorgeworfen wird, unter Anklage, wobei eine siebenjährige Haftstrafe gefordert wird. Diese Verfahren werfen weiterhin einen Schatten auf die politische Karriere von Sarkozy.