Stellungnahme von İsmail Saymaz über seinen Anwalt: Da mir keine anderen Straftaten vorgeworfen werden können, will man mich in den Gezi-Park-Fall hineinziehen

İsmail Saymaz wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück: "Ich habe weder bei der Organisation noch bei der landesweiten Ausbreitung oder der Fortführung der Gezi-Park-Proteste eine Rolle gespielt. In 12 Jahren wurde ich kein einziges Mal wegen der Gezi-Park-Proteste beschuldigt oder zur Verantwortung gezogen. Da mir keine anderen Straftaten vorgeworfen werden können, will man mich in den Gezi-Park-Fall hineinziehen."

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Die Anwältin des Journalisten İsmail Saymaz, Aslı Kazan, hat eine Stellungnahme von Saymaz zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen veröffentlicht.

Die Antworten von İsmail Saymaz zu den Behauptungen in der Presseerklärung:

 

"Ich hatte mit Osman Kavala außer im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit keinerlei Kontakt. Über die behaupteten Versuche Kavalas, eine Website und einen Fernsehsender zu gründen, hatte ich weder Informationen noch Gespräche. Can Atalay kannte ich sowohl vor als auch nach dem Gezi-Park-Fall als Anwalt in zahlreichen Verfahren, die gesellschaftliche Entwicklungen betrafen.

Unsere Gesprächshäufigkeit ist darauf zurückzuführen. Çiğdem Mater kenne ich sowohl aus meinem sozialen Umfeld als auch, weil ihr Ehemann und ihre Mutter Kollegen von mir sind."

Mücella Yapıcı habe ich als Nachrichtenquelle angerufen und mich mit ihr getroffen. Ich habe die Gezi-Ereignisse ab dem 1. Juni als Reporter verfolgt. Ich habe die Ereignisse und Entwicklungen neutral und objektiv wiedergegeben.

Ich habe keine Beiträge veröffentlicht, die als Aufruf zur Straße oder als Provokation ausgelegt werden könnten. Ich habe mich von antidemokratischen Ansätzen gegenüber der politischen Macht sowie von einer aggressiven Sprache gegenüber Erdoğan und seiner Familie ferngehalten.

Ich habe weder bei der Organisation noch bei der landesweiten Ausbreitung oder der Fortführung der Gezi-Park-Proteste eine Rolle gespielt.

Ich habe während dieser Proteste lediglich über Menschenrechtsverletzungen berichtet, allen voran über die Ermordung von Ali İsmail Korkmaz. Diese journalistische Arbeit wurde sowohl von nationalen als auch von internationalen Presseorganisationen ausgezeichnet."

In den vergangenen 12 Jahren wurde ich kein einziges Mal aufgrund der Gezi-Park-Proteste beschuldigt oder für verantwortlich erklärt.

Da mir kein anderes Verbrechen vorgeworfen werden kann, will man mich in den Gezi-Park-Fall hineinziehen.

Meine journalistische Arbeit soll auf diesem Weg behindert werden, und man will mich ganz offensichtlich zum Schweigen bringen. Ich habe keinen Bürger, der mir vertraut und an mich glaubt, enttäuscht. Es hat sich gezeigt, wie sehr die seit Wochen andauernden Rufmordkampagnen auf Verleumdung abzielen. Ich bin unschuldig. Ich umarme meine Frau, meinen Sohn und meine Familie fest und sende allen meine Grüße."