Termin für Wett-Operationen genannt: Eine neue Ära beginnt

Der stellvertretende Oberstaatsanwalt von Istanbul, Osman Sağlam, sprach auf einem Symposium in Istanbul und erklärte, dass die Razzien gegen illegale Wetten nach dem Ende der Ligasaison an Fahrt gewinnen werden.

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Das Tüpraş-Stadion in Istanbul war Gastgeber eines Symposiums zum Thema „Sportrecht“, das vom Anwaltsverein Beşiktaş organisiert wurde. Im ersten Teil des Symposiums standen der Kampf gegen illegale Wetten im türkischen Sport und sektorale Probleme im Mittelpunkt.

EINE NEUE ÄRA DER OPERATIONEN BEGINNT

Der stellvertretende Oberstaatsanwalt Osman Sağlam betonte, dass die Wett-Operationen insbesondere nach der Weltmeisterschaft pausiert wurden und das Ende der Ligasaison den Boden für eine Intensivierung dieses Kampfes bereiten werde. Sağlam erklärte: „Es gibt die Weltmeisterschaft, die Ligen stehen kurz vor dem Abschluss. Deshalb haben wir die Operationen für eine Weile unterbrochen. Mit dem Ende der Ligen werden die Operationen zügig fortgesetzt.“

„DIE HAUPTURSACHE FÜR DAS PROBLEM IM TÜRKISCHEN SPORT IST EIN MANGEL AN MORAL“

Sağlam äußerte, dass die Operationen eher moralische Probleme als gesetzliche Regelungslücken offenbarten. In seinen eigenen Worten: „Diese Operationen werden derzeit zum ersten Mal so entschlossen und umfassend durchgeführt. Das größte Problem, das wir bei diesen Operationen sehen, ist nicht ein Mangel an Gesetzgebung oder Vorschriften. Das größte Problem ist das Moralproblem im türkischen Sport.

Wir haben erkannt, dass wir mit einem Moralproblem konfrontiert sind. In der Gesetzgebung ist zwar aufgeführt, was strafbar ist, und es gibt Fälle, in denen die Verdächtigen bei den Operationen nur am Rande mit dem Vorwurf in Berührung kommen, aber es gibt auch Sportler und Schiedsrichter, die uns mit hunderten Beweisen gegenüberstehen.

Um das Moralproblem zu überwinden, muss unser Land diesen Kampf führen.

Sportler sind Menschen, die mit 8 oder 9 Jahren in dieses Geschäft einsteigen und leider keine sehr professionelle Ausbildung durchlaufen. Auch wenn sie noch so berühmt sind, glaube ich nicht, dass sie sich der ethischen Werte des Sports bewusst sind.

Wir sind bei Sportlern auf die Verteidigung gestoßen: 'Ich wusste nicht, dass das eine Straftat ist'. Wir glauben, dass wir die Moral aus Gier nach dem schnellen Geld hinter uns gelassen haben.

Egal wie harte Sanktionen oder strenge Kontrollen wir einführen, ich glaube nicht, dass dieses Problem leicht zu lösen ist, solange wir das Moralproblem, das der Sportler haben sollte, nicht beheben können.“

Auf dem Symposium wurde zudem darauf hingewiesen, dass auch Verbands- und Vereinsfunktionäre in Wettaktivitäten verwickelt sind. Sağlam erklärte: „Kein Verband und keine übergeordnete Organisation hat bisher daran gedacht, in dieser Angelegenheit etwas bezüglich ihrer eigenen Sportler zu unternehmen.“ Er berichtete, dass sie bei ihren Untersuchungen zum Fußball festgestellt hätten, dass selbst bis in die dritte Liga hinein etwa 500 Vereinsfunktionäre auch nach den Operationen weiterhin an legalen Wettspielen teilnahmen. Er fügte hinzu, dass selbst administrative Sanktionen und Strafen oft nicht abschreckend wirkten und auch Funktionäre großer Vereine in diese Aktivitäten verwickelt seien.

Sağlam betonte, dass die gesetzliche Regelung allein nicht ausreiche, und sagte: „Ich glaube nicht, dass dieses Problem durch Gesetzgebung und Vorschriften gelöst werden kann.“

ES GIBT KEINEN EINFACHEN WEG, DAS PROBLEM ZU LÖSEN

Der stellvertretende Oberstaatsanwalt erklärte, dass man die Operationen aufgrund von Länderspielen zeitweise unterbrochen habe, die Maßnahmen jedoch fortgesetzt würden. „Wir haben wegen der Länderspiele eine Pause eingelegt, aber wir werden die Praxis fortsetzen. Das eigentliche Problem im türkischen Sport ist nicht das Wettproblem, sondern das Moralproblem. Wenn Sie mich fragen, wie das überwunden werden kann, habe ich keinen Vorschlag, den wir definitiv umsetzen können.

Es ist sehr schwierig, ein Problem, in das jeder irgendwie verwickelt ist, mit einer staatsanwaltschaftlichen Ermittlung oder einem Gerichtsurteil zu lösen. Ich denke, wir haben keine andere Wahl, als das Bewusstsein zu schärfen.“ Damit drückte er aus, dass die dauerhafte Lösung für den türkischen Sport in der Steigerung des gesellschaftlichen Bewusstseins und des moralischen Niveaus liege.