Timur Soykan spricht erstmals nach seiner Festnahme: 'Sie wollen, dass wir schweigen'
Der Journalist Timur Soykan, der aufgrund eines Beitrags, in dem er die Operationen gegen CHP-geführte Kommunen kritisierte, festgenommen und unter gerichtlicher Aufsicht wieder freigelassen wurde, schilderte den Prozess bei Onlar TV. Soykan erklärte, dass das Rechtssystem in der Türkei als Instrument missbraucht werde, und betonte: „Sie wollen, dass wir keinen Journalismus mehr betreiben und nicht mehr sprechen, aber wir werden keinen Rückzieher machen.“
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Der BirGün-Autor und Journalist Timur Soykan wurde aufgrund eines Social-Media-Beitrags, in dem er die Operationen gegen CHP-geführte Kommunen kritisierte, festgenommen. Nach seiner Vorführung beim Haftrichter wurde Soykan unter gerichtlicher Aufsicht wieder auf freien Fuß gesetzt.
Nach seiner Festnahme äußerte sich Soykan bei Onlar TV, einem YouTube-Kanal, und teilte seine Erfahrungen sowie seine Gedanken zur Justizordnung in der Türkei mit der Öffentlichkeit.
„KEINER DER INHAFTIERTEN IST EIN VERBRECHER, ES SIND GESINNUNGSGEFANGENE“
Timur Soykan begann seine Rede mit einem Hinweis auf die inhaftierten Journalisten und Politiker. Er betonte, dass viele Personen, allen voran Fatih Altaylı und Furkan Karabay, zu Unrecht inhaftiert seien, und sagte:
„Menschen sitzen weiterhin im Gefängnis, nur weil sie ihre Meinung geäußert oder Nachrichten veröffentlicht haben, basierend auf absurden Anschuldigungen und ohne jegliche rechtliche Grundlage, bei denen ihre Absichten unterstellt werden.
Tayfun Kahraman, Mine Özerden, Çiğdem Mater, Bürgermeister, Politiker… Unter ihnen gibt es Menschen, denen bis zu 89 Jahre Haft drohen.“
„DIE JUSTIZ IN DER TÜRKEI IST NUN WEIT ENTFERNT VON VERSTAND UND LOGIK“
Soykan bewertete den Prozess seiner Festnahme als ein „Beispiel für Rechtswidrigkeit“. Er erklärte, dass sich die Justiz in der Türkei an einem Punkt befinde, der mit Logik nicht mehr zu erklären sei.
„SIE TUN ES, DAMIT WIR NICHT SPRECHEN, DAMIT WIR SCHWEIGEN“
Soykan, der sagte, dass Journalismus und Meinungsfreiheit gezielt ins Visier genommen würden, bewertete den Prozess wie folgt:
„Jeder fragt, warum sie das tun. Sie tun es aus folgendem Grund: Damit wir unsere Gedanken nicht äußern, damit wir keinen Journalismus betreiben, damit wir die Wahrheit nicht an die Öffentlichkeit bringen und damit die Menschen Angst davor haben, zu sprechen... Aber wir werden den Kopf hochhalten. Wir werden den Weg, den wir für richtig halten, bis zum Ende gehen.“