Unregelmäßigkeiten bei der AKP-geführten Stadtverwaltung Konya: Betrieb ohne Genehmigung
Der türkische Rechnungshof (Sayıştay) hat bei der Prüfung der AKP-geführten Stadtverwaltung Konya zahlreiche Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Berichte des Rechnungshofs für das Jahr 2022 zu den Kommunen und deren nachgeordneten Behörden wurden veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wurden bei der Stadtverwaltung Konya unter anderem Fahrzeuge ohne Beschluss des Stadtrats an öffentliche Einrichtungen zugewiesen, Minibus-Linien ohne Ausschreibung vergeben und zahlreiche vermietete Gewerbeflächen ohne die erforderliche Betriebserlaubnis betrieben.
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Die Berichte des Rechnungshofs (Sayıştay) für das Jahr 2022 zu den Kommunen und deren nachgeordneten Behörden wurden veröffentlicht. Es wurde berichtet, dass die Stadtverwaltung Konya wiederholt Unregelmäßigkeiten begangen hat.
Laut einem Bericht von Müslüm Evci von Sözcü stellten die Prüfer, die die Konten und Transaktionen der AKP-geführten Verwaltung untersuchten, fest, dass 118 der 662 von der Stadt vermieteten Gewerbeflächen ohne die erforderliche Betriebserlaubnis betrieben wurden.
Zuweisung ohne Stadtratsbeschluss
Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass für die von der Stadt an öffentliche Institutionen und Organisationen zugewiesenen Fahrzeuge kein Beschluss des Stadtrats vorlag.
Fehlerhafte Zeiterfassung
Zudem kamen Berichte ans Licht, wonach Arbeitnehmern ihre Überstundenvergütungen vorenthalten wurden. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Zeiterfassungsunterlagen (Arbeitsstunden) einiger städtischer Mitarbeiter nicht mit den Aufzeichnungen über das Kommen und Gehen am Arbeitsplatz übereinstimmten und trotz geleisteter Überstunden weniger Stunden in der Zeiterfassung verbucht wurden.
Bei den Prüfungen wurde zudem festgestellt, dass bei einigen Reisekostenabrechnungen für Inlands- oder Auslandsdienstreisen Unterschriften fehlten oder gar nicht vorhanden waren, die Zahlungen jedoch dennoch geleistet wurden.
Kein Experte für Finanzdienstleistungen vorhanden
Im Bericht wurde zudem betont, dass in der Stadtverwaltung kein Experte oder Assistenzexperte für Finanzdienstleistungen beschäftigt ist.
Bei der Prüfung der Buchhaltungskonten und Aufzeichnungen der AKP-geführten Verwaltung wurde zudem offengelegt, dass einige Geschäftsvorschüsse und Kredite nicht fristgerecht abgerechnet wurden.