Wachsende Empörung über die Festnahme des Komikers Deniz Göktaş

Die Festnahme von Deniz Göktaş am Flughafen nach der Veröffentlichung von Ausschnitten aus seinem Stand-up-Programm hat bei politischen Parteien und Berufsverbänden für Empörung gesorgt. Es wird die sofortige Freilassung von Göktaş gefordert.

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Der Komiker Deniz Göktaş wurde am Flughafen Istanbul im Rahmen einer Untersuchung festgenommen, die eingeleitet wurde, nachdem Videos aus seinem Stand-up-Programm "Ölü Deniz" in den sozialen Medien geteilt worden waren. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sie führe von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen Göktaş wegen des Vorwurfs der "öffentlichen Herabwürdigung religiöser Werte, die von einem Teil der Bevölkerung geteilt werden", basierend auf 185 Beschwerden beim Präsidialen Kommunikationszentrum (CİMER).

Die Festnahme von Deniz Göktaş, dessen polizeiliche Befragung andauert, hat bei verschiedenen politischen Parteien und Berufsverbänden für Kritik gesorgt. Neben Parteien wie DEM, TİP und EMEP drückten auch die Schauspielergewerkschaft (Oyuncular Sendikası) und die Ärztekammer Istanbul ihre Solidarität mit dem Künstler aus und forderten seine Freilassung.

GEMEINSAME REAKTION VON POLITISCHEN PARTEIEN UND BERUFSVERBÄNDEN

Die DEM-Partei erklärte in einer Stellungnahme, dass sie den Druck auf die Meinungs- und Gedankenfreiheit von Deniz Göktaş, der nach seinem Stand-up-Auftritt zur Zielscheibe geworden war, für inakzeptabel halte. Sie betonte, dass "politischer Humor nicht vor Gericht gestellt werden kann" und forderte die sofortige Freilassung von Göktaş.

Die Arbeiterpartei der Türkei (TİP) bezeichnete die Festnahme am Flughafen, die auf eine gezielte Kampagne regierungsnaher Kreise nach der Veröffentlichung des Programms folgte, als einen "Versuch, oppositionelle Stimmen einzuschüchtern" und erklärte, dass sie an der Seite des Künstlers stehe.

Die Arbeitspartei (EMEP) bewertete die Festnahme von Göktaş – nachdem sein Stand-up-Programm innerhalb kurzer Zeit Millionen von Aufrufen erreichte und regimekritische Inhalte enthielt – als eine "Maßnahme, die die Kritik an der Diktatur bestätigt". Gleichzeitig rief sie dazu auf, den Kampf für Demokratie und Freiheit zu verstärken.

Die Schauspielergewerkschaft erklärte, sie verfolge die Festnahme von Göktaş mit Sorge. Unter Hinweis darauf, dass die Gedanken- und künstlerische Ausdrucksfreiheit sowohl durch die Verfassung als auch durch internationale Abkommen geschützt sei, hieß es: "Wir stehen in Solidarität mit unserem Kollegen."

Die Ärztekammer Istanbul erinnerte daran, dass Göktaş im vergangenen Jahr die gesamten Einnahmen einer von ihm für das Gesundheitspersonal organisierten Veranstaltung an einen Stipendienfonds gespendet hatte. Sie betonte, dass die Meinungsfreiheit für eine gesunde Gesellschaft unverzichtbar sei und forderte die Freilassung des Künstlers.