Wettbewerbsbehörde verhängt Geldstrafen gegen Produktionsfirmen
Med Yapım und Ay Yapım wurden wegen wettbewerbswidriger Praktiken zu einer Gesamtstrafe von 124 Millionen Lira verurteilt. Der Liquidationsprozess für MADD wurde eingeleitet.
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Die türkische Wettbewerbsbehörde (Rekabet Kurumu) hat gegen die Unternehmen Med Yapım Televizyon ve Filmcilik AŞ und Ay Sanat Prodüksiyon ve Yapım AŞ wegen wettbewerbswidriger Aktivitäten Geldstrafen in Höhe von insgesamt 124 Millionen Lira verhängt. Diese Entscheidung wurde aufgrund des Austauschs sensibler Informationen über Mitarbeitergehälter sowie aufgrund von Wettbewerbsproblemen beim Vertrieb von Inhalten im Ausland getroffen.
Die Wettbewerbsbehörde betonte, dass das Potenzial der Türkei bei der Produktion von Serien und Inhalten einen bedeutenden wirtschaftlichen Wert auf dem internationalen Markt schaffe. In diesem Zusammenhang wurde hervorgehoben, dass die Beseitigung von Strukturen, die den Wettbewerb beim Vertrieb von Serien ins Ausland einschränken, entscheidend für ein faires und effektives Wettbewerbsumfeld in der Branche sei.
Gegen Med Yapım und Ay Yapım wurde aufgrund der gemeinsamen Verwertung türkischer Serien im Ausland über die MA Distribution Televizyon ve Filmcilik AŞ (MADD) sowie wegen des Austauschs wettbewerbssensibler Informationen auf dem Arbeitsmarkt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Als Ergebnis der Untersuchung wurde gegen Ay Yapım eine Strafe von 76 Millionen Lira und gegen Med Yapım eine Strafe von 48 Millionen Lira verhängt.
Die Unternehmen haben strukturelle und verhaltensbezogene Zusagen gemacht, um die beim Auslandsvertrieb über MADD entstandenen Wettbewerbsprobleme zu lösen. Diese Zusagen wurden von der Wettbewerbsbehörde akzeptiert und für verbindlich erklärt.
Es wurde bekannt gegeben, dass MADD liquidiert wird und Ay Yapım sowie Med Yapım keine weiteren gemeinsamen Vertriebsaktivitäten durchführen werden. Während des Prozesses der Übertragung von MADD an einen geeigneten Käufer wird das Unternehmen von unabhängigen Managern geleitet, und es werden Maßnahmen ergriffen, um den Fluss wettbewerbssensibler Informationen zu verhindern.
Sollten die Zusagen nicht eingehalten werden, steht die Übertragung der Anteile an MADD oder die Liquidation des Unternehmens zur Debatte. Ay Yapım und Med Yapım werden ihre Vertriebsaktivitäten auf ihre eigenen Produktionen beschränken, und die Inhalte werden über unabhängige Distributoren angeboten. Zudem werden keine Exklusivverträge mit nationalen Sendern, Schauspielern oder anderen Akteuren der Branche abgeschlossen, und Auslandsverträge werden keine Bestimmungen enthalten, die die Zusammenarbeit mit anderen Produzenten behindern.