Zwischenentscheidung im Prozess zum Anschlag am Bahnhof Ankara

Im Prozess zum Anschlag am Bahnhof Ankara vom 10. Oktober wurde beschlossen, Ermittlungen gegen Polizeibeamte der Sicherheitsdirektion Gaziantep einzuleiten. Die Verhandlung wurde auf den 20. Juni vertagt.

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Der Prozess bezüglich des Terroranschlags auf die Kundgebung für "Arbeit, Frieden und Demokratie", die am 10. Oktober 2015 in Ankara stattfand, wird für die flüchtigen Angeklagten fortgesetzt.

Letzte Woche wurde durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gaziantep die vorherige Verfügung aufgehoben, die Ermittlungen gegen Personal der Sicherheitsdirektion Gaziantep untersagt hatte. Diese Entwicklung ebnete den Weg für die Einleitung von Ermittlungen gegen die Beamten.

In der heutigen Verhandlung verkündete das Gericht seine Zwischenentscheidung. Demnach sollen Informationen zum Status der Polizeibeamten in Gaziantep eingeholt werden; der nächste Verhandlungstermin ist für den 20. Juni angesetzt.

HINTERGRUND DES ANSCHLAGS

Zwei Selbstmordanschläge auf die Kundgebung vor dem Bahnhof Ankara am 10. Oktober 2015 forderten 103 Todesopfer und führten zu hunderten Verletzten. Der Anschlag, zu dem sich der IS bekannte, ging als blutigster Terroranschlag in die Geschichte der Türkei ein.