2.400 Jahre altes Grab in Aspendos entdeckt
Bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Aspendos wurden ein Grab sowie Silbermünzen freigelegt, die vermutlich einem Sportler oder Ringer zuzuordnen sind.
12punto
Bei archäologischen Ausgrabungen in der antiken Stadt Aspendos wurde ein bedeutendes Grab freigelegt, das auf eine Zeit vor etwa 2.400 Jahren datiert wird. Im Rahmen der Arbeiten in der neu entdeckten östlichen Nekropole der Stadt wurde ein aus behauenen Steinplatten errichtetes Kastengrab identifiziert.
Die im Grab gefundenen Silbermünzen zählen zu den bemerkenswertesten Fundstücken dieser Entdeckung. Auf den Münzen, die auf den Zeitraum zwischen dem letzten Viertel des 5. Jahrhunderts v. Chr. und dem 4. Jahrhundert v. Chr. datiert werden, finden sich Darstellungen von Ringern in verschiedenen Kampfpositionen.
Ersten Untersuchungen zufolge zeigen die Münzen mehr als 10 verschiedene Positionen, in denen die Sportler einander an Hals, Armen, Beinen und Taille greifen. Experten arbeiten derzeit daran zu bestimmen, ob es sich bei diesen Stücken um spezielle Wertmarken oder um Zahlungsmittel handelte, die damals im allgemeinen Umlauf waren.
Auch bei den anthropologischen Analysen der im Grab gefundenen Skelettreste wurden bemerkenswerte Erkenntnisse gewonnen. Spuren wiederholter körperlicher Traumata, wie verheilte Nasenbrüche und Gelenkdeformierungen, erhärten die Vermutung, dass die im Grab bestattete Person in der Antike sportlich aktiv war.
In der Zusammenschau der Ringerdarstellungen auf den Münzen und der Befunde an den Knochen wird die Vermutung geäußert, dass das Grab einem professionellen Sportler oder Ringer gehört haben könnte, der in Aspendos lebte.
Beamte des Ministeriums für Kultur und Tourismus sowie Archäologen weisen darauf hin, dass nur begrenzte Informationen über das Aspendos der klassischen Periode vorliegen, und betonen, dass die Entdeckung wichtige Daten zur Sozialstruktur, zu Bestattungstraditionen und zur Sportgeschichte der Stadt liefert.