Aída Gómez’ „Carmen“ wird am 4. Oktober im Atatürk-Kulturzentrum aufgeführt
Die weltweit bekannte Größe des spanischen Tanzes, Aída Gómez, wird im Rahmen des Istanbuler Kulturstraßen-Festivals mit ihrer Interpretation von Carmen im AKM auftreten.
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Aída Gómez, eine der internationalen Vertreterinnen des spanischen Tanzes, bringt Carmen, eine der stärksten weiblichen Figuren der darstellenden Künste, nach Istanbul. Gómez und ihr Ensemble werden am 4. Oktober 2026 im Rahmen des Istanbuler Kulturstraßen-Festivals im Atatürk-Kulturzentrum (AKM) auf das Publikum treffen.
Die Aufführung verbindet die unvergessliche Musik von Georges Bizet mit Werken, die der Flamenco-Gitarrist und Komponist José Antonio Rodríguez eigens für diese Produktion komponiert hat. Carmens Geschichte, die von Leidenschaft, Liebe, Eifersucht und Freiheit durchwoben ist, wird mit der Energie des Flamenco und der kraftvollen Ausdruckssprache des spanischen Tanzes neu interpretiert.
EINE AUF FREIHEIT AUSGERICHTETE INTERPRETATION VON CARMEN
In der Produktion, die erstmals 2006 beim Festival de Jerez aufgeführt wurde und mit Tourneen von Europa bis Asien zu sehen war, betrachtet Gómez Carmen nicht nur als eine Figur im Zentrum einer tragischen Liebesgeschichte, sondern als eine starke Frauenfigur, die ihre eigenen Entscheidungen trifft und ungeachtet des Preises nicht auf ihre Freiheit verzichtet.
Die Karriere von Aída Gómez begann, als sie im Alter von nur 14 Jahren dem Ballet Nacional de España beitrat. Innerhalb von drei Jahren stieg sie zur Primaballerina auf; durch die Zusammenarbeit mit bedeutenden Namen wie Antonio Gades, Joaquín Cortés und Maurice Béjart entwickelte sie eine unverwechselbare Bühnensprache, die vom klassischen spanischen Tanz bis zum Flamenco reicht.
1998, im Alter von 30 Jahren, wurde Gómez die jüngste künstlerische Leiterin in der Geschichte des Ballet Nacional de España und verband während ihrer Amtszeit das traditionelle Erbe mit zeitgenössischer Bühnenästhetik. Im Laufe ihrer Karriere trat die Künstlerin auch auf bedeutenden Bühnen wie der Royal Albert Hall in London, der Radio City Music Hall in New York und der Mailänder Scala auf.
Gómez verband ihre Identität als Tänzerin und Choreografin mit der Sprache des Kinos in „Salomé“, bei dem Carlos Saura die Regie führte; sie wirkte auch in Sauras Film „Iberia“ mit, der sich auf den spanischen Tanz konzentriert. Für ihre Darstellung der La Molinera in „El sombrero de tres picos“, das 1997 bei der Wiedereröffnung des Teatro Real in Madrid aufgeführt wurde, erhielt sie den Max-Preis als beste Tänzerin.
Für ihre Verdienste um den spanischen Tanz wurde Aída Gómez 2004 vom spanischen Kulturministerium mit dem „Premio Nacional de Danza“ (Nationaler Tanzpreis) ausgezeichnet. Tickets für die Carmen-Aufführung sind über Biletinal erhältlich.