Ausgrabungen im Mevlevihane von Edirne haben begonnen: Artefakte werden ans Licht gebracht
Die Ausgrabungsarbeiten, die zur Wiederherstellung des Mevlevihane von Edirne eingeleitet wurden, führen zu spannenden Entdeckungen. Artefakte, die die Spuren der Mevlevi-Kultur tragen, werden ans Licht gebracht.
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Nachdem der Gouverneur von Edirne, Yunus Sezer, die Anweisung gegeben hatte, mit dem Bau des Mevlevihane zu beginnen – das historisch nach dem Mevlevihane von Konya errichtet wurde und auch dem Balkan diente, jedoch nicht bis in die Gegenwart erhalten blieb –, wurden auf Basis von Archivunterlagen Bestandsaufnahmen, Rekonstruktions- und Restaurierungsprojekte erstellt.
Mit der Registrierung durch das Regionale Gremium für den Schutz von Kulturgütern in Edirne wurden im Garten der Muradiye-Moschee durch Teams der Museumsdirektion Edirne und der Sonderverwaltung von Edirne Ausgrabungsarbeiten eingeleitet.
Auf Grundlage der bei den Ausgrabungen gewonnenen Daten wird das Restaurierungsprojekt erstellt.
ÜBER DAS MEVLEVİHANE VON EDİRNE
Historischen Quellen zufolge bestand das hölzerne Mevlevihane, das im 15. Jahrhundert von Murad II. im Komplex der Muradiye-Moschee nördlich der Moschee erbaut wurde, aus Tekke-Gebäuden, einem Harem-Bereich, einem Semahane, Dede-Zimmern und einer Bibliothek.
In der Imaret (Armenküche), in der die Mahlzeiten für Mevlevi-Derwische, Studenten und Gäste zubereitet wurden, wurden täglich Brot an die Häuser bis zu der Stelle verteilt, an der der Schatten des Minaretts der Moschee fiel; donnerstags wurden zudem Pilaw und Zerde serviert.
Das Mevlevihane von Edirne diente 1925 für eine gewisse Zeit als Grundschule und wurde anschließend auf Anordnung des Generalinspekteurs von Thrakien, General Kazım Dirik, abgerissen.
Auf dem Friedhof der Moschee befinden sich die Gräber des ersten Scheichs des Mevlevihane, Celalettin Çelebi, des zweiten Scheichs Cemaleddin Çelebi sowie der Tekke-Scheichs Mehmet Arif Dede, Osman Dede, des Dichters Neşati Dede, Seyyid Mahmut Dede, Mehmet Emin Dede, Ali Eşref Dede und des letzten Scheichs Süleyman Dede.