Berühmte französische Sängerin malischer Herkunft Aya Nakamura Ziel rassistischer Angriffe in Frankreich
Die Möglichkeit, dass die weltberühmte französische Sängerin Aya Nakamura bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris auftreten könnte, hat bei rassistischen Kreisen für Empörung gesorgt.
AA
Die französische Sängerin malischer Herkunft Aya Nakamura ist nach Berichten über einen möglichen Auftritt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris zum Ziel rassistischer Angriffe geworden.
Rechtsextreme äußerten ihren Unmut über die Teilnahme der Sängerin an den Olympischen Spielen mit der Behauptung, sie "repräsentiere Frankreich nicht".
Die rechtsextreme Gruppe namens Les Natifs entrollte in der Hauptstadt ein Banner, auf dem sie den Liedtext von Nakamura abwandelten und schrieben: "Das ist unmöglich, Aya, das hier ist Paris, nicht der Markt von Bamako."
Die berühmte Sängerin reagierte auf ihrem X-Account auf die Angriffe gegen sie mit den Worten: "Ihr könnt rassistisch sein, aber nicht taub."
ERKLÄRUNG ZUR 'VOLLEN UNTERSTÜTZUNG'
Das Olympische Organisationskomitee erklärte, man sei "schockiert über die rassistischen Angriffe auf Aya Nakamura" und drückte seine volle Unterstützung für eine der "meistgehörten französischen Künstlerinnen der Welt" aus.
Die französische Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra sagte an Nakamura gerichtet: "Das spielt keine Rolle, die Menschen lieben dich. Mach dir keine Sorgen um irgendetwas."
Laut einer Umfrage von BFMTV ist mehr als die Hälfte der Franzosen (60 Prozent) der Ansicht, dass ein Auftritt Nakamuras bei den Olympischen Spielen keine "gute Idee" sei.
Die 28-jährige berühmte Sängerin hat Lieder, die allein auf YouTube fast eine Milliarde Mal angehört wurden.