Byzantinischer Schatz in der Müllgrube einer antiken Stadt entdeckt
Bei archäologischen Ausgrabungen in der antiken Stadt Apollonia-Arsuf in Israel wurden in einer 1500 Jahre alten Müllhalde zahlreiche Artefakte aus der byzantinischen Zeit freigelegt, darunter Goldmünzen und Schmuck.
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Bei den laufenden Ausgrabungen in der historischen israelischen Stadt Apollonia-Arsuf wurden überraschend gut erhaltene Funde aus der byzantinischen Zeit entdeckt. Das Ausgrabungsteam machte in einem Bereich, der auf den ersten Blick als gewöhnliche Müllhalde eingestuft wurde, eine unerwartete Entdeckung, die Hunderte antiker Artefakte umfasst.
Während der Arbeiten unter der Leitung von Experten der Universität Tel Aviv wurden in einer über 30 Meter breiten Grube Hunderte von Öllampen, Schmuckstücken und wertvollen Münzen gefunden, von denen sich die meisten in einem intakten Zustand befinden. Insbesondere die Entdeckung von Goldmünzen und Schmuck versetzte die Archäologen in Erstaunen. In den frühen Phasen der Ausgrabung wurde festgestellt, dass das Gebiet als Abfalldeponie genutzt wurde, wo Scherben von Töpferwaren, Glasreste und Tierknochen gefunden wurden. Doch je tiefer gegraben wurde, desto mehr stieß man auf nahezu unbeschädigte historische Artefakte.
Professor Oren Tal und Dr. Moshe Ajami äußerten sich zu den Ergebnissen ihrer Arbeiten in der Region wie folgt: "Man erwartet nicht, intakte Öllampen in Müllhalden oder Abfallgebieten zu finden, da diese normalerweise benutzt oder verkauft werden sollten. Die von uns gewonnenen Daten deuten darauf hin, dass es eine religiöse oder rituelle Tradition der samaritanischen Gemeinschaft gab, die in der späten byzantinischen Zeit in der Region lebte und dazu führte, dass intakte Gefäße absichtlich an diesem Ort abgelegt wurden."
Nach den Feststellungen des Ausgrabungsteams wurden mehr als 400 Münzen aus der byzantinischen Zeit, die den Zeitraum zwischen 330 und 1453 n. Chr. abdecken, aus der Grube geborgen. Neben der Goldmünze zeichnen sich diese Münzen, bei denen es sich größtenteils um Bronzestücke handelt, durch eine reiche Vielfalt aus. Zudem wurden etwa 200 samaritanische Öllampen, Goldschmuck und Ringe in unversehrtem Zustand freigelegt.
Die Außergewöhnlichkeit der Funde beschränkt sich nicht nur auf ihren materiellen Wert. Angesichts der Umgebung, in der die Artefakte gefunden wurden, wurde betont, dass ihr Erhaltungsgrad sehr hoch ist. Die Archäologen prüfen auch die Möglichkeit, dass dieser als Müllhalde bekannte Bereich in der Vergangenheit im Rahmen eines speziellen, religiös bedeutsamen Rituals genutzt worden sein könnte.
Es wurde berichtet, dass die antike Stadt Apollonia-Arsuf eine stratigraphische Struktur aufweist, die Spuren vieler Zivilisationen von den Persern bis zu den Kreuzzügen trägt, wobei verschiedene Siedlungsschichten übereinander liegen. Die jüngste Entdeckung wirft auch neue Fragen über das gesellschaftliche Leben in der Region während der byzantinischen Zeit auf.