Ausgrabungen am Fethiye-Moschee-Gelände, das als Archäopark eröffnet werden soll, stehen vor dem Abschluss
Die Ausgrabungsarbeiten an der Fethiye-Moschee in Fatih, die im 13. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert von einer Kirche in eine Moschee umgewandelt wurde, stehen unter der Leitung der Generaldirektion für Stiftungen des Ministeriums für Kultur und Tourismus kurz vor dem Abschluss.
İHA
Dr. Archäologe Murat Sav, der erklärte, dass auch die Kapelle direkt neben der Fethiye-Moschee als Museum eröffnet wird, sagte: "Als bei den Ausgrabungen bedeutende bauliche Überreste zum Vorschein kamen, kam man zu dem Schluss, dass es besser wäre, diesen Ort als Archäopark zu nutzen, und führte das Projekt mit diesem Ziel durch. Die Ausgrabungen befinden sich in der letzten Phase. Zusammen mit dem Parekklesion-Bereich wurde die Hofseite als Archäopark und Museum konzipiert."
Die Pamakaristos-Kirche, die Ende des 13. Jahrhunderts in Fatih von Michael Glabas Tarchaneiotes, einem der führenden Vertreter des Byzantinischen Reiches, erbaut wurde, diente nach der Eroberung Istanbuls ab 1454 als Patriarchat.
Während der Iran-Kriege unter Sultan Murad III. im Jahr 1601 wurde sie nach der Eroberung von Georgien und Aserbaidschan zur Erinnerung an den Sieg in eine Moschee umgewandelt.
Die Arbeiten im Ausgrabungsgebiet vor der Fethiye-Moschee, die 2018 von der Generaldirektion für Stiftungen des Ministeriums für Kultur und Tourismus begonnen wurden, stehen kurz vor dem Abschluss. Nach dem Abriss des illegalen Stockwerks, das an die historische Moschee angebaut war, wurde das Gelände, das im Laufe des Jahres 2024 als Archäopark für Besucher geöffnet werden soll, aus der Luft aufgenommen.
Auf den Aufnahmen ist der illegale Bau am Ende der prächtigen Moschee zu sehen. Die Kapelle direkt neben der historischen Moschee wird als Museum dienen.
'EIN WICHTIGER RITUALLORT'
Dr. Archäologe Murat Sav, der Informationen zur Geschichte der Fethiye-Moschee gab, sagte: "Die Fethiye-Moschee wurde, so wie sie uns heute in ihrer erhaltenen Form vorliegt, zwischen 1292 und 1294 von Michael Glabas Tarchaneiotes erbaut, den wir als einen der führenden Staatsmänner jener Zeit betrachten können. Sie wurde gemäß den grundlegenden byzantinischen Bauprinzipien errichtet. Sie ist unter dem Namen Pamakaristos bekannt. Das bedeutet ‚die Allselige‘. Etwa 20 Jahre nach dem ersten Bau fügte seine Ehefrau Maria an der Südseite des Gebäudes das Parekklesion hinzu. Dies ist ein schmaler, langer Raum. Ein wichtiger Rituallort.
Dies ist einer der Hauptgründe, warum das Gebäude so sehr im Vordergrund steht. An der Fassade des Gebäudes sowie im Innen- und Außenbereich findet sich eine poetische Erzählung. Maria ließ dies für Michael Glabas schreiben. Sie errichtete den Raum ohnehin für ihren Ehemann. Das erwähnt sie auch in diesem Gedicht.
Das Gedicht hier wurde in einem unglaublichen poetischen Konzept verfasst, das die Liebe zu ihrem Ehemann mit der religiösen Liebe verbindet. Da die Apostelkirche auf dem Gelände der heutigen Fatih-Moschee in einem sehr schlechten Zustand war, wurde dieser Ort von Fatih Sultan Mehmed auf ausdrücklichen Wunsch des Patriarchen Gennadios zugewiesen. Bis 1586 wurde sie während der osmanischen Zeit ununterbrochen als Patriarchat genutzt.
Es gibt hier auch besondere Details. Eines davon ist, dass in der Phase der Umwandlung in eine Moschee, also höchstwahrscheinlich Ende des 16. Jahrhunderts, eine grundlegende Reparatur am Gebäude vorgenommen wurde. Denn bei einem der Brände oder vielleicht bei einem der Erdbeben wurde das Gebäude, insbesondere die Ostfassade, stark beschädigt. Wahrscheinlich aufgrund der Zerstörung im Bereich der Apsis wurde ein Mihrab-Bereich hinzugefügt, der in der klassischen osmanischen Bauweise errichtet wurde, die bis heute erhalten geblieben ist."
'ES GIBT WERTVOLLE MOSAIKE'
Sav erklärte, dass er das Detail bezüglich Fatih Sultan Mehmed in der Fethiye-Moschee erläutert habe: "Fatih Sultan Mehmed führt ein ernsthaftes Gespräch mit Patriarch Gennadios über den orthodoxen Glauben. Dies ist der Ort, an dem er diese Diskussion führte. Soweit wir aus den Überlieferungen wissen, fand diese Diskussion im Parekklesion-Bereich statt.
Unter diesem Gebäude befindet sich ein Ort, der die Form einer Kapelle hatte und später höchstwahrscheinlich in eine Zisterne umgewandelt wurde. Besonders im Inneren des Parekklesions gibt es sehr wertvolle Mosaike, die bis heute erhalten geblieben sind. Diese stellen einen der wichtigsten Punkte der byzantinischen bildenden Kunst dar.
Es gibt zum Beispiel sehr wertvolle Mosaike, darunter die Figur Jesu, die Taufe Jesu sowie die Darstellung der vier großen Engel und die Darstellung Jesu als Beschützer des Universums unter den Propheten. Der Untergrund des Gebäudes wurde im Allgemeinen als Grabstätte genutzt. Er wurde als Ort angesehen, an dem bedeutende religiöse Persönlichkeiten beigesetzt wurden. Später konnten unterirdische Strukturen bei Bedarf auch in Zisternen umgewandelt werden. Denn der Wasserbedarf Istanbuls war, wie allgemein bekannt, immer sehr wichtig", sagte er.