Ein zeitloses Epos: Die Gilgamesch-Oper trifft auf Opernliebhaber
Im Rahmen des 16. Internationalen Opern- und Ballettfestivals Istanbul feierte die „Gilgamesch-Oper“, die die uralten Fragen der Menschheit beleuchtet und die Opernbühnen revolutioniert, mit ihrer Weltpremiere ihr Debüt vor Kunstliebhabern.
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Die von der Staatsoper und dem Ballett Istanbul uraufgeführte Gilgamesch-Oper wurde im Rahmen des 16. Internationalen Opern- und Ballettfestivals Istanbul, das vom Ministerium für Kultur und Tourismus sowie der Generaldirektion für Staatsoper und Ballett organisiert wird, erstmals auf der Türk Telekom Opernbühne des Atatürk-Kulturzentrums präsentiert.
Das Werk, das bei den Kunstliebhabern auf großes Interesse stieß und minutenlang mit Standing Ovations gefeiert wurde, setzte neue Maßstäbe auf den Opernbühnen.
Als Epos über die Leidenschaft für Freiheit zeichnet sich die Gilgamesch-Oper durch ihren zeitlosen Charakter aus, da sie den Übergang von Unwissenheit zu Wissen auf eine mystische Weise behandelt.
Dieses epische Drama, eines der Werke von Ahmed Adnan Saygun, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, den unser Land hervorgebracht hat, fungiert als Brücke zwischen den Kulturen und interpretiert die Gedankenwelt seiner Heimat in einem konzeptionellen Rahmen. Es ist eine Verschmelzung der östlichen Melodik mit der westlichen Polyphonie.
Einer der wichtigsten Gründe für die Zeitlosigkeit des Epos ist zweifellos die Tatsache, dass die Menschheit immer noch demselben „Traum“ nachjagt.
Sowohl durch die Behandlung mystischer Konzepte wie Gott, Liebe und göttliche Hingabe als auch durch seine nationale und lokale Verwurzelung in Bezug auf Geschichte und Werk gewinnt Gilgamesch für unsere Gesellschaft von Tag zu Tag an Wert und Bedeutung.
In der „Gilgamesch-Oper“, die Caner Akın durch die Verbindung von Technologie und Bühnentechnik – eine Revolution in der Operninszenierung in der Türkei – als visuelles Spektakel auf die Bühne brachte, dirigierte İbrahim Yazıcı das Orchester der Staatsoper und des Balletts Istanbul.
Das Werk besticht durch das Bühnenbild von Efter Tunç, die Kostüme von Gizem Betil, das Lichtdesign von Cem Yılmazer, das Videodesign von Aisha Hajiyeva und die Choreografie von Deniz Özaydın; der Chor der Staatsoper und des Balletts Istanbul (İDOB) stand unter der Leitung von Volkan Akkoç.
Bei der Premiere auf der Bühne: Erzähler: Hüseyin Likos; Gilgamesch: Alican Güçoğlu; Enkidu: Yılmaz Berkay Günay;
Ninsun: Aylin Ateş; Schamasch: Burak Bilgili; Ischtar: Şebnem Ağrıdağ Kışlalı; Anu: Gökhan Ürben; Antum: Asude Karayavuz; Enlil: F. Kılıç Aslan;
Humbaba: Melike Manav Yalçın; Alt-Solo: Nursel Dinler Yazman;
Eine Frau aus dem Volk: Neslişah Pekin; Ischtar-Tochter: Burcu Soysev, Berin Kocabaşoğlu;
Siduri: Merve Topaldemir; Sopran-Erzählerin: Pınar T. Koç; Irnina: Zeynep Halvaşi;
Braut: Buket Polat; Bräutigam: Agit İşcan; Schlange: Ecem Ovat;
A Gedanken-Traumgestalt: Emre Güngör; B Gedanken-Traumgestalt: Mualla Dedemen;
C Gedanken-Traumgestalt: Banu Ergün; D Gedanken-Traumgestalt: Ahmet Baykara; Utnapischtim: Alper Saldıran waren auf der Bühne zu sehen.
Das Werk wird am Dienstag, den 20. Mai, erneut für das Publikum aufgeführt.