Stellungnahme der İKSV: 18. Istanbul Biennale auf 2025 verschoben

Die Istanbul Biennale, die 2023 durch Diskussionen über die Kuratorenauswahl und mangelnde Transparenz in die Schlagzeilen geraten war, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. In einer Erklärung der İKSV heißt es: "Wir haben beobachtet, dass sich in den Kunstkreisen eine Polarisierung gebildet hat, die wir keinesfalls wünschen. Wir verschieben die 18. Istanbul Biennale auf das Jahr 2025."

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Die 18. Ausgabe der Istanbul Biennale war für den Zeitraum vom 14. September bis zum 17. November 2024 geplant.

Die Istanbul Biennale, die im vergangenen Jahr durch Diskussionen über die Kuratorenauswahl und Transparenz in die Schlagzeilen geraten war, wird in diesem Jahr nicht stattfinden.

'DURCHFÜHRUNG UNMÖGLICH GEWORDEN'

In einer Erklärung der İKSV heißt es: "Wir haben beobachtet, dass sich in den Kunstkreisen eine Polarisierung gebildet hat, die wir keinesfalls wünschen, und dass Künstler, die ihre Teilnahme an der Biennale bereits zugesagt oder in Erwägung gezogen hatten, sowie laufende Kooperationen und Partnerschaften negativ beeinflusst wurden. Diese Situation hat es unmöglich gemacht, die Istanbul Biennale wie geplant durchzuführen."

Der vollständige Wortlaut der Erklärung der İKSV zur Absage der Istanbul Biennale:

"Als Istanbuler Stiftung für Kultur und Kunst (İKSV) arbeiten wir seit März 2023 gemeinsam mit 58 Künstlern aus der ganzen Welt an der 18. Istanbul Biennale.

Der konzeptionelle Rahmen dieser Biennale, mit der wir die Produktion Dutzender neuer Kunstwerke sowie fruchtbare Kooperationen auf lokaler und internationaler Ebene ermöglichen wollten, untersuchte die Rolle, die die Kunst nach großen Verlusten und Schmerzen einnehmen kann.

In der Zwischenzeit haben wir Kritik an den Auswahl- und Entscheidungsprozessen innerhalb der Stiftung erhalten und daraufhin Maßnahmen ergriffen, um alle Abläufe partizipativer zu gestalten. Unser Ziel war es, dass die Istanbul Biennale wie gewohnt Möglichkeiten für künstlerischen Ausdruck, Dialog und Begegnung bietet.

Dennoch haben wir beobachtet, dass sich in den Kunstkreisen eine Polarisierung gebildet hat, die wir keinesfalls wünschen, und dass Künstler, die ihre Teilnahme an der Biennale bereits zugesagt oder in Erwägung gezogen hatten, sowie laufende Kooperationen und Partnerschaften negativ beeinflusst wurden. Diese Situation hat es unmöglich gemacht, die Istanbul Biennale wie geplant durchzuführen.

Aus diesem Grund geben wir mit Bedauern bekannt, dass die 18. Istanbul Biennale, die am 14. September 2024 ihre Tore öffnen sollte, verschoben wurde. Wir werden die Istanbul Biennale, für deren bestmögliche Umsetzung wir uns stets einsetzen, im Jahr 2025 im Rahmen eines Prozesses, der auf neuen Richtlinien basiert, wieder dem Publikum präsentieren."

WAS WAR PASSIERT?

Die 18. Istanbul Biennale sollte unter der kuratorischen Leitung von Iwona Blazwick vom 14. September bis zum 17. November 2024 in Istanbul stattfinden.

Jedoch hielten sich hartnäckig die Vorwürfe, dass anstelle der zur Kuratorin ernannten Blazwick ursprünglich Defne Ayas vom Beirat vorgeschlagen worden war und die İKSV in letzter Minute Blazwick ernannt habe, was die Öffentlichkeit lange Zeit beschäftigte.

Nach der Ernennung traten Ayas und die Mitglieder des Beirats der İKSV zurück.